Problemserie Continental rechnet mit weniger Gewinn
Continental-Werk (in Hannover)
Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpaDer Autozulieferer und Reifenhersteller Continental rechnet wegen einer ganzen Serie von Problemen mit einem deutlich niedrigeren Gewinn. Das operative Ergebnis im Autozuliefergeschäft werde um rund 480 Millionen Euro schwächer ausfallen als bislang erwartet, teilte der Dax-Konzern am Montagabend in Hannover mit. Darin spiegeln sich unter anderem einige Altlasten wider. So legte der Konzern für laufende Kartellverfahren sowie Gewährleistungsansprüche von Kunden mehr Geld zurück.
Zudem ist ein Zulieferer in Japan stärker von drei Erdbeben in dem Land betroffen gewesen, als bislang erwartet, was bei Conti zu einem Umsatzausfall führt. Schließlich steigen die Kosten für die Entwicklung neuer Antriebe stärker als erwartet. "Diese Belastungen können nur in Teilen aufgefangen werden", teilte das Unternehmen mit. Die Marge des Autozuliefergeschäfts werde daher statt bei gut 8,5 Prozent nur noch bei über 6,5 Prozent liegen.
Zwar werde die Umsatzprognose trotz der Situation in Japan mit rund 41 Milliarden Euro vor Wechselkurseinflüssen bestätigt. Die bereinigte Ebit-Marge für den Konzern werde im laufenden Jahr aber nur bei über 10,5 Prozent liegen. Bisher ging der Konzern aus Hannover von über elf Prozent aus.
Im Vorjahr waren es 11,7 Prozent gewesen. Das Ziel von rund 41 Milliarden Euro Umsatz bestätigte der Vorstand aber, im Vorjahr waren es noch 39,2 Milliarden Euro gewesen. Damit dürfte der Konzern operativ noch gut 4,3 Milliarden Euro verdienen.