Daimler kassiert Gewinnprognose für 2013 - DER SPIEGEL
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Schwache Quartalszahlen Daimler muss Gewinnprognose kassieren

Die schwächelnden Automärkte in Westeuropa und die nachlassende Nachfrage in China setzen Daimler zu. Der Konzern verdiente im ersten Quartal nur noch 564 Millionen Euro - nach 1,4 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das Unternehmen kassiert nun auch seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr.
Daimler-Chef Zetsche: Schwächephase in Stuttgart
Daimler-Chef Zetsche: Schwächephase in Stuttgart

Daimler-Chef Zetsche: Schwächephase in Stuttgart

Foto: FABRIZIO BENSCH/ REUTERS
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Stuttgart - Die düsteren Andeutungen von Daimler-Boss Dieter Zetsche werden wahr: Nach einem heftigen Gewinneinbruch zum Jahresstart hat der Konzern seine Prognose für 2013 kassiert. Wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, rechnet er nicht mehr damit, das operative Ergebnis von 8,1 Milliarden Euro aus dem Vorjahr erreichen zu können.

Im ersten Quartal schrumpfte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 917 Millionen Euro. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 26,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich standen nur noch 564 Millionen Euro Gewinn - nach 1,4 Milliarden Euro im Vorjahr.

Daimler bekommt vor allem die Schwäche der Automärkte in Westeuropa und die nachlassende Nachfrage im Boomland China zu spüren. Bereits auf der Hauptversammlung Mitte des Monats hatte Konzernchef Zetsche bekanntgegeben, die Prognose für das laufende Jahr zu überprüfen - nachdem er bereits im Herbst das Gewinnziel für 2012 hatte kappen müssen.

Anfang Februar war Daimler noch von einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau ausgegangen. In der wichtigen Autosparte hatte Zetsche jedoch bereits damals einen Rückgang unter das Vorjahresniveau von 4,4 Milliarden Euro angekündigt.

Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr erwartet

"In den ersten drei Monaten des Jahres haben sich viele Märkte, insbesondere Westeuropa, konjunkturbedingt schlechter entwickelt als erwartet", sagte Zetsche. Im ersten Quartal brach deswegen vor allem der Gewinn in der Pkw-Sparte Mercedes-Benz ein: Hier sackte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um fast zwei Drittel auf 460 Millionen Euro ab. Selbst der Umsatz ging leicht zurück, obwohl der Stuttgarter Konzern mehr Autos verkaufte als vor einem Jahr. Ein Grund: Daimler brachte zwar mehr Wagen der kompakten A- und B-Klasse auf die Straße, bei den großen Gewinnbringern E- und S-Klasse sank der Absatz aber deutlich.

Für das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen aber vor allem dank einer Reihe neuer Modelle mit einem Aufwärtstrend. Während eine überarbeitete Version der E-Klasse schon von den Bändern rollt, feierte die neue S-Klasse Mitte Mai Premiere. Aus Europa erwartet Daimler dagegen Gegenwind: Der Pkw-Markt werde 2013 weiter schrumpfen, schätzt der Autobauer. Der Gewinn der Pkw-Sparte wird wie bereits angekündigt unter dem Niveau des Vorjahrs liegen.

yes/dpa/Reuters