Börse: Dax legt fulminanten Jahresstart hin - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Mehr als 500 Punkte im Plus Dax legt fulminanten Jahresstart hin

In den ersten Tagen des neuen Jahres geht es an den Börsen kräftig nach oben. Denn Anleger hoffen darauf, dass sich die Inflation abschwächt. Eine Branche ist deshalb besonders gefragt.
Foto: Daniel Roland / AFP

Die Aktienmärkte haben einen beachtlichen Jahresstart hingelegt. Der deutsche Leitindex Dax ging an diesem Mittwoch den dritten Tag in Folge mit Gewinnen aus dem Handel, seit Jahresstart hat er bereits mehr als 400 Punkte zugelegt. Allein an diesem Mittwoch schloss er 2,18 Prozent im Plus bei 14.490 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 2,05 Prozent auf 26.448 Punkte nach oben.

Rückenwind erhalten die Börsen von sich abschwächenden Inflationsraten. Im Dezember war die Inflationsrate in Deutschland laut einer ersten Schätzung auf 8,6 Prozent gefallen. Dies könnte niedrige Leitzinsen an den Kapitalmärkten zur Folge haben.

So kommt es, dass vor allem Immobilienaktien seit Jahresbeginn gefragt sind. Denn die nachlassende Inflation dämpft die Sorge, dass ein weiterer starker Zinsanstieg die Refinanzierung von Immobilien noch einmal deutlich erschwert. So zogen die Aktien von Deutschlands größtem Wohnungskonzern Vonovia allein um 5,4 Prozent an. Im MDax kletterten die Anteilsscheine von TAG Immobilien um 5,8 Prozent nach oben.

Mehr zum Thema

Zudem griffen die Anleger in Europa bei Bankwerten zu. Hierzulande schnellten die Aktien der Deutschen Bank im Dax um 5,3 Prozent in die Höhe. Die Anteilscheine der Commerzbank hatten zwischenzeitlich den höchsten Stand seit 2018 erreicht und schlossen 2,3 Prozent höher. Wenn die Konjunktur wie erhofft wieder Tritt fasst, könnten weniger Kreditausfälle die Banken bedrohen.

Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 schloss an diesem Mittwoch rund 2,4 Prozent fester bei 3974 Punkten. Im EuroStoxx waren vor allem Luxus-Aktien gefragt: Titel aus dem Luxusgütersegment wie Kering, LVMH, Hermès und Burberry verzeichneten überdurchschnittliche Gewinne. Die europäischen Sektoren Handel und Konsumgüter zählten zu den größten Gewinnern.

hej/dpa