Dax-Top-Verdiener Ackermann rutscht ab
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann: Beim Gehalt getoppt
Foto: Mario Vedder/ APNFrankfurt am Main - Die hat 2010 gut verdient - und davon profitiert auch die Chefetage. Der Vorstandsvorsitzende soll für das vergangene Jahr rund neun Millionen Euro bekommen.
Bar ausgezahlt bekommt der Manager zunächst rund 2,7 Millionen Euro, teilte die Deutsche Bank mit. Jeweils gut 2,5 Millionen Euro sind Aktien und eine Barvergütung, die - abhängig vom Geschäftserfolg - erst nach einigen Jahren gewährt werden. Aktien im Wert von knapp 1,1 Millionen Euro bekommt der 63-Jährige sofort, muss diese aber über einen bestimmten Zeitraum halten.
Ackermanns Gehalt fällt etwa sechs Prozent niedriger aus als im Vorjahr - und er wird von einem Manager aus dem eigenen Haus übertroffen. Denn Investmentbanker Anshu Jain kommt insgesamt auf knapp zwöf Millionen Euro, wobei fast neun Millionen abhängig vom Geschäftserfolg sind und erst später ausgezahlt werden. Jains Sparte trug einen großen Anteil zum Gewinn der Bank bei. Der Manager wird bereits als Nachfolger für Ackermann gehandelt, dessen Vertrag bis 2013 läuft.
Reiche Bosse: Das verdienten Dax-Manager 2009
BMW-Chef Reithofer bekommt nur die Hälfte
Ackermann gehört weiter zu den Spitzenverdienern unter den Vorstandsvorsitzenden im Dax. Doch den ersten Platz musste er räumen. Die höchste Vergütung bekommt Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, der nach einem Rekordjahr 9,3 Millionen Euro eingestrichen hat. Ackermann liegt gleichauf mit Siemens-Chef Peter Löscher.
Bei BMW-Chef Norbert Reithofer steht nicht einmal halb so viel auf der Gehaltsabrechnung. Er verdiente im vergangenen Jahr fast 4,3 Millionen Euro. Das sind aber gut 66 Prozent mehr als 2009. Damals litt BMW enorm unter den Folgen der Wirtschaftskrise. Doch bereits 2010 hat der Konzern mit 3,2 Milliarden Euro so viel Geld verdient wie nie zuvor und beim Umsatz erstmals die Marke von 60 Milliarden Euro geknackt.