Deutsche Bahn Pofalla gilt jetzt als Kronprinz
Bahn-Manager Pofalla: "Wenn er nicht viel falsch macht, läuft es wohl auf ihn hinaus"
Foto: Kay Nietfeld/ DPAIm Zuge des von Bahn-Chef Rüdiger Grube geplanten Konzernumbaus soll der bisherige Cheflobbyist Ronald Pofalla (CDU) früher als bislang geplant in den Vorstand einziehen. Unter Insidern gilt der ehemalige Kanzleramtsminister damit schon jetzt als aussichtsreichster Anwärter auf die Grube-Nachfolge. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)
"Wenn Pofalla nicht viel falsch macht, läuft es wohl auf ihn hinaus", heißt es im Unternehmen. Grube will im Rahmen eines Effizienzprogramms den Vorstand um mindestens zwei Mitglieder verkleinern. Von den bisher acht Vorständen gelten neben Grube auch Richard Lutz (Finanzen) und Volker Kefer (Infrastruktur) für das verkleinerte Gremium als gesetzt. Der glücklose Manager Ulrich Homburg (Personenverkehr) muss dagegen gehen. Die Stelle von Karl-Friedrich Rausch (Logistik), der sich in den Ruhestand verabschiedet, wird nicht neu besetzt.
Zudem soll die Bahn künftig einfacher organisiert sein. So ist vorgesehen, dass die DB Mobility & Logistics, in der ein Großteil des Geschäfts gebündelt ist und die einst als Firmenmantel für die geplante Teilprivatisierung gegründet wurde, mit der Konzernholding verschmolzen wird. "Mit diesem Schritt fallen nicht nur unnötige Doppelarbeiten weg", heißt es in Aufsichtsratskreisen, "ein Börsengang ist damit auch dauerhaft vom Tisch."
Um in der Belegschaft die notwendige Akzeptanz für seine Reform zu bekommen, will Grube mit gutem Beispiel vorangehen: So sollen in den nächsten fünf Jahren allein in der Konzernzentrale mindestens 626 Millionen Euro gespart werden, nach Möglichkeit sogar ein Milliardenbetrag.