Deutsche Bank: Michael Ilgner wird Personalchef - DER SPIEGEL
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Konzernumbau Sporthilfe-Vorstand Ilgner wird Personalchef der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank steckt im größten Umbau ihrer Geschichte. Künftig leitet Sporthilfe-Vorstand Michael Ilgner den Personalbereich. Außerdem soll sich ein Vorstandsmitglied nur um die Transformation kümmern.
Michael Ilgner wechselt von der Sporthilfe in den Vorstand der Deutschen Bank
Michael Ilgner wechselt von der Sporthilfe in den Vorstand der Deutschen Bank

Michael Ilgner wechselt von der Sporthilfe in den Vorstand der Deutschen Bank

Foto: Tobias Hase/ dpa
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Michael Ilgner wird als Personalchef zur Deutschen Bank wechseln. Wie die Deutsche Sporthilfe mitteilte, übernimmt der 48 Jahre alte promovierte Wirtschaftsingenieur die neue Aufgabe am 1. März 2020. Ilgner ist seit April 2010 erster hauptamtlicher Vorstandschef der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Der frühere Wasserball-Nationalspieler beginnt zunächst als Generalbevollmächtigter bei Deutschlands größtem Geldhaus.

Außerdem schafft die Deutsche Bank in ihrem Vorstand einen eigenen Posten für den Konzernumbau. Fabrizio Campelli, bisher Chef des weltweiten Geschäfts mit Vermögenskunden, übernimmt nach Konzernangaben die Aufgabe als Chief Transformation Officer.

Sein Posten bündelt die Verantwortung für die Transformation und den Personalbereich. "Angesichts der Größe der Aufgabe ist es erforderlich, dass ein Vorstandsmitglied sich voll und ganz auf diese tiefgreifende Transformation konzentriert und den Umbau über alle Bereiche unserer Bank hinweg vorantreibt", sagte Aufsichtsratschef Paul Achleitner.

Campelli und Ilgner sollen dem Geldhaus zufolge zusammen dafür verantwortlich sein, den Wandel in der Belegschaft der Bank mit knapp 90.000 Stellen zu gestalten. Es gehe um die Weiterbildung von Mitarbeitern und um die Senkung von Kosten, teilte die Deutsche Bank mit.

2019 könnte fünftes Verlustjahr in Folge werden

Die Deutsche Bank befindet sich im größten Umbau ihrer Geschichte. Dieser sieht vor, das Investmentbanking, das dem Geldhaus milliardenschwere Strafen einbrockte, kräftig zu stutzen. Kern der Deutschen Bank soll künftig die neue Sparte Unternehmensbank werden, die sich um Mittelständler, Familienunternehmen und multinationale Konzerne kümmert.

Die Zahl der Vollzeitstellen soll bis Ende 2022 um rund 18.000 sinken - auf weltweit 74.000. Nach wie vor ist unklar, wie stark der Abbau den Heimatmarkt trifft.

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An diesem Mittwoch hatte die Deutsche Bank Zahlen für das dritte Quartal bekanntgegeben. Unter dem Strich stand durch den radikalen Konzernumbau ein Fehlbetrag von 942 Millionen Euro. In seinen vier Kerngeschäftsbereichen habe das Institut Gewinne erzielt. Vor Steuern verbuchte der Konzern einen Verlust von 687 Millionen Euro. Noch stärker war der Verlust im zweiten Quartal ausgefallen - er ging in die Milliarden. 2019 könnte für die Deutsche Bank das fünfte Verlustjahr in Folge werden.

flg/kko/dpa/Reuters