Deutsche Post plant "Light"-Filialen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Sparmaßnahmen Deutsche Post plant "Light"-Filialen

Die Deutsche Post will in vielen Filialen künftig weniger Dienste anbieten und dafür Packstationen ausbauen. Was bedeutet das für die Kunden?
Berlin: Ein Arbeiter baut eine Packstation von Deutsche Post DHL auf.
Berlin: Ein Arbeiter baut eine Packstation von Deutsche Post DHL auf.

Berlin: Ein Arbeiter baut eine Packstation von Deutsche Post DHL auf.

Foto: Sebastian Gollnow/ DPA
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Viele Kunden der Deutschen Post müssen sich künftig auf weniger Service einstellen. Die ganze Palette postalischer Dienstleistungen soll es in Zukunft nur noch in einem Teil der Filialen geben. Zugleich will die Post mehr Packstationen aufstellen und ihren Service an der Haustür ausweiten, berichtet  die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

"Wir könnten uns für die Zukunft 6000 bis 8000 Vollsortimentsfilialen vorstellen, in denen alle postalischen Leistungen angeboten werden", sagte Post-Vorstand Tobias Meyer der Zeitung. Bislang ist die Post per Gesetz verpflichtet, mindestens 12.000 solcher Filialen zu betreiben. In Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern muss sich wenigstens eine Stelle mit Vollsortiment befinden.

Die Leistungen, die in den "Light"-Filialen wegfallen sollen, betreffen etwa Auslandseinschreiben oder Eil- und Wertzustellungen. Diese seien teuer, aber wenig nachgefragt, sagte Meyer. Deshalb wirbt er für weniger strenge Vorgaben bei der anstehenden Postgesetzreform.

Die Gesamtzahl der Anlaufpunkte will die Post auf bis zu 20.000 erhöhen, sie hat dabei aber vor allem neue Packstationen im Blick. Dort werde es dann auch Briefmarken geben - und längere Öffnungszeiten. Bis 2021 soll die Zahl der Packstationen auf etwa 7000 erhöht werden. Bis zu zehn Prozent aller Pakete sollen mittelfristig so zugestellt werden - momentan sind es nur drei Prozent.

Für ältere Kunden plant Meyer laut "FAZ" einen verbesserten "Haustürservice", zum Beispiel für Paketmarken, Retouren und den Verkauf von Briefmarken. Dafür soll der Postbote in Zukunft allerdings nur noch an fünf statt sechs Tagen in der Woche vorbeikommen.

caw/dpa

Mehr lesen über