Discounter Aldi-Manager rühmen sich mit Umsatzplus
Aldi Nord: Leichtes Umsatzplus, beim Schwesterkonzern Aldi Süd läuft es besser
Foto: Maurizio Gambarini/DPAFrankfurt am Main - Offiziell will Aldi sich nicht äußern, doch das Unternehmen wehrt sich gegen Angaben des Marktforschers GfK. Keinesfalls habe man im ersten Halbjahr 3,7 Prozent weniger Umsatz gemacht, sagten namentlich nicht genannte Manager der "Lebensmittelzeitung" ("LZ"). Im Gegenteil: Man habe den Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres sogar um 2,5 Prozent steigern können.
Vor allem bei Aldi Süd laufe es gut, Aldi Nord verzeichne dagegen nur ein Wachstum von einem Prozent. Bestätigt wurden die Zahlen bislang nicht, Aldi hält also an seiner Strategie fest, so wenig wie möglich öffentlich zu kommentieren. Die "LZ" zitiert jedoch immerhin die allgemeine Aussage eines Sprechers, man verzeichne im ersten Halbjahr "eine positive Entwicklung bei Umsatz und Frequenz".
Wie kann es da sein, dass die Zahlen der Marktforscher so stark abweichen? Eine Erklärung wäre, dass die GfK nur einen Ausschnitt des Aldi-Angebots untersucht - Produkte wie Kleidung und Spielzeug aber zum Beispiel nicht.
Doch trotz der positiven Umsatzzahlen scheint die Konzernspitze nervös zu werden. Die Konkurrenz aus dem Vollsortiment-Bereich, also etwa Rewe und Edeka, hat die Preise massiv gesenkt - und unterbietet zum Teil sogar Preise des Discounters. Aldi hält dagegen und senkt seinerseits immer wieder die Preise.
Wie sehr der Preiskampf dem Marktführer zusetzt, zeigt eine Äußerung einer Aldi-Führungskraft. Der namentlich nicht genannte Manager wirft der Konkurrenz in der "LZ" vor, Abstriche bei der Qualität zu machen: "Die Wettbewerber drehen bei manchen Artikeln wie zum Beispiel Kaffee an der Qualität, um unseren Preis machen zu können", sagte er der Zeitung.