Discounter Aldi nimmt deutlich weniger Geld ein
Logo von Aldi Nord: Die Schätzungen beziehen sich auf beide Brüderkonzerne
Foto: Friso Gentsch / dpaDüsseldorf - Die Verbraucher haben bei in der ersten Jahreshälfte laut einer Untersuchung deutlich weniger Geld ausgegeben. Der Umsatz des Branchenführers sei um 3,7 Prozent niedriger ausgefallen als im Vergleichszeitraums des Vorjahres, ging aus am Freitag bekanntgewordenen Daten des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK hervor.
Hauptkonkurrent hingegen machte laut GfK 3,1 Prozent mehr Umsatz. Die übrigen hatten den Angaben zufolge unterm Strich Umsatzeinbußen von 1,1 Prozent. Insgesamt ging der Umsatz aller Billigsupermarktketten zusammen laut Untersuchung um 0,9 Prozent zurück.
Die GfK errechnet ihre Zahlen auf Basis von 30.000 repräsentativ ausgewählten Privathaushalten, deren Einkaufsverhalten ausgewertet wird.
Aldi Süd hatte Anfang Juli dementiert, dass der Umsatz im laufenden Jahr in Deutschland schrumpfe. "Wir haben eine positive Umsatzentwicklung in 2010 und sind damit zufrieden", sagte eine Firmensprecherin damals. Sie reagierte damit auf eine GfK-Schätzung für das erste Quartal 2010, in dem Aldi drei Prozent weniger Umsatz erzielt haben soll. Allerdings beziehen sich die GfK-Schätzungen auf die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd zusammengenommen.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass einer der Gründer von Aldi, Theo Albrecht, am Wochenende in Essen gestorben ist. Gemeinsam mit seinem Bruder Karl machte er aus einem Krämerladen im Ruhrgebiet Deutschlands führende Discountkette.