Douglas schließt 70 Filialen - DER SPIEGEL
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Neuausrichtung Douglas schließt 70 Filialen

Douglas leidet unter sinkenden Besucherzahlen in Innenstädten und zunehmendem Wettbewerb im Internet. Nach Informationen des manager magazins macht die Parfümeriekette jetzt 70 Geschäfte dicht.
70 Douglas-Filialen sollen geschlossen werden
70 Douglas-Filialen sollen geschlossen werden

70 Douglas-Filialen sollen geschlossen werden

Foto: Alexander Pohl/ imago images
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Die Parfümeriekette Douglas streicht nach Informationen des manager magazins sein Filialnetz zusammen. Wie Insider berichten, will sich Europas größter Parfümeriehändler von rund 70 Märkten trennen, das sind rund drei Prozent der europaweit 2400 Filialen.

Derzeit versucht Douglas individuelle Lösungen für die betroffenen Standorte zu finden, bis Jahresende 2020 soll die Trennung vollzogen sein. Einem großen Teil der betroffenen Mitarbeiter soll eine Anschlussbeschäftigung in anderen Filialen angeboten werden. Um wie viele Personen es sich dabei handelt, blieb zunächst unklar.

Douglas wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern, wird nach Informationen von manager-magazin.de jedoch kommende Woche anlässlich der Bilanzvorlage für das dritte Quartal Stellung beziehen.

Internetplattform soll erweitert werden

CEO Tina Müller hatte in ihrem Antrittsgespräch mit dem manager magazin im Frühjahr 2018 noch betont, keine Schließungen zu planen. Im Gegenteil: "Fast alle unserer Läden sind hochprofitabel", hieß es damals.

Allerdings leidet Douglas   wie viele Handelskonzerne zunehmend unter sinkenden Besucherzahlen in den Innenstädten und der wachsenden Konkurrenz durch Onlinehändler wie Amazon   . Das musste auch Müller erkennen und stellte das Filialnetz vor wenigen Monaten intensiv auf den Prüfstand.

Dabei wurde auch über deutlich höhere Standortzahlen diskutiert. Die Schließung von mehr als 200 Läden stand im Raum. Die frühere Opel-Managerin richtet Douglas neu aus und setzt dabei vor allem auf das Internet. Ab dem Weihnachtsgeschäft will Müller neben dem Verkauf von Parfüm und Kosmetik mit douglas.de auch als Plattform punkten und das Sortiment durch Handelspartner etwa um Accessoires und Mode deutlich ausbauen.

Im Vorjahr konnte der Düsseldorfer Handelskonzern den Umsatz auf 3,3 Milliarden Euro ausbauen. Aufgrund des harten Preiskampfs in der Branche vergrößerte sich jedoch der Verlust auf 290 Millionen Euro. "Das vergangene Jahr war ein Jahr des Umbaus", sagte Müller damals - und kündigte ein "Jahr des Aufbruchs" an. Ob Sie ihr Versprechen halten kann, dürften die Ergebnisse kommende Woche zeigen.