"Wettbewerb um Standorte" E.on investiert in Windparkgeschäft
Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.on und Rolf Martin Schmitz (r), Vorstandsvorsitzender von RWE
Foto: Rolf Vennenbernd / dpaDer Energiekonzern E.on baut trotz des geplanten Abschieds von den erneuerbaren Energien sein Engagement in der Windkraft aus. E.on übernehme die deutschen Bereiche des Entwicklers und Betreibers von Windparks, Vortex Energy aus Kassel, teilte ein Sprecher am Montag mit. Die Aktivitäten von Vortex in Polen und Belgien werden nicht von E.on übernommen.
Vortex habe Windparks an Land mit einer Leistung von insgesamt 300 Megawatt in der Planung sowie eine hohe Zahl an Projekten im frühen Entwicklungsstadium. Die Übernahme werde E.on helfen, "im Wettbewerb um die besten Standorte zu bestehen", sagte Anja-Isabel Dotzenrath, Vorstandschefin von E.on Climate & Renewables.
Eigentlich will sich E.on künftig ganz aus der Energieerzeugung zurückziehen und sich auf die Energienetze und das Endkundengeschäft konzentrieren. Dazu hat das Unternehmen einen umfangreichen Austausch von Geschäftsfeldern mit dem Konkurrenten RWE vereinbart, bei dem E.on seine erneuerbaren Energien an RWE abgeben will. Es war bereits von einer Neuordnung des gesamten Energiemarktes die Rede.