Schwache Nachfrage erwartet Brexit bedroht den Easyjetset
Easyjet-Maschine in Rom
Foto: Alberto Lingria/ REUTERSDer britische Billigflieger Easyjet blickt wegen der Brexit-Folgen und des zurzeit schwachen Kundeninteresses vorsichtiger auf die wichtige zweite Hälfte des Geschäftsjahres. Die schwache Nachfrage infolge der konjunkturellen Unsicherheiten und der nach wie vor vielen ungelösten Fragen rund um den Brexit drückten auf Ticketpreise in Großbritannien und ganz Europa, teilte das Unternehmen mit.
Vor allem in den jetzt anstehenden drei Monaten bis Ende Juni rechnet Easyjet mit einer schwachen Nachfrage. Easyjet hofft dann auf wieder bessere Geschäfte zum Abschluss des Geschäftsjahres im vierten Quartal.
Rezession in Deutschland?
Dann sollten zum einen einige Maßnahmen für mehr Effizienz greifen. Zum anderen hofft der britische Konzern auf mehr Klarheit über den Umgang mit dem bevorstehenden Brexit.
Die britische Premierministerin Theresa May unternimmt in dieser Woche derweil einen neuen Anlauf, um einen Ausweg aus der Brexit-Blockade zu finden. Dann entscheidet sich womöglich auch, ob es Neuwahlen geben wird.
Ein ungeordneter Brexit träfe auch die deutsche Wirtschaft hart. Ifo-Chef Clemens Fuest warnte im Deutschlandfunk vor einer Rezession in Deutschland - und plädierte für weitere zwei Jahre Übergang.
Im Tagesverlauf berät das britische Parlament abermals über einen Alternativplan zu dem von May mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag, den die Abgeordneten am Freitag zum dritten Mal abgelehnt hatten. Medienberichten zufolge könnte es dann am Dienstag zu einer Stichwahl zwischen den beiden Vorschlägen kommen.