US-Verträge Konzern will Neukunden nicht mehr gegen Ebola versichern
Ebola-Präventionsteam in Dallas: Risiken neu bewerten
Foto: Larry W. Smith / dpaLondon - Das Versicherungsunternehmen ACE verweigert künftig in bestimmten Fällen Policen gegen Ebola. Die Assekuranz teilte mit, dies betreffe bestimmte Neuabschlüsse sowie zur Neuverhandlung anstehende Verträge. ACE versichert amerikanische Unternehmen, die außerhalb der USA tätig sind oder deren Mitarbeiter regelmäßig ins Ausland reisen. Die Regelung betreffe aber nur Kunden, die in bestimmten afrikanischen Ländern tätig seien, hieß es. Hier werde man Risiken neu bewerten.
Der Versicherungskonzern ACE ist international tätig und hat seinen Sitz in Zürich. Wie viele Verträge von der neuen Regelung betroffen sind, gab das Unternehmen nicht bekannt. ACE dürfte einer der ersten Versicherer sein, der mit Änderungen bei Verträgen auf die Ebola-Epidemie in Westafrika reagiert.
Experten verweisen darauf, dass Versicherer ihre Angebote ständig an veränderte Risiken anpassen. Dies könne Gesundheitsrisiken wie Ebola betreffen, Naturkatastrophen wie Erdbeben oder auch politische Spannungen.
Ebola grassiert vor allem in Westafrika. Seit dem Ausbruch sind laut der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als 9000 Kranke in Guinea, Liberia und Sierra Leone gemeldet worden, von denen rund die Hälfte gestorben ist. Die Krankheit wurde in die USA, nach Spanien, Nigeria und in den Senegal eingeschleppt. Die WHO erklärte den Senegal und Nigeria inzwischen wieder für Ebola-frei.