EC-Karte: Commerzbank verärgert Kunden mit Pin-Fehlern - DER SPIEGEL
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EC-Kartentausch Commerzbank verärgert Kunden mit Pin-Fehlern

Panne bei der Commerzbank: Das Geldhaus hatte Tausende neuer EC-Karten verschickt, aber ohne funktionierende Pin-Nummer. Viele Betroffene standen an der Supermarktkasse und konnten nicht bezahlen. Dabei will der Konzern eigentlich das Geschäft mit Privatkunden verbessern.
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Probleme mit dem Computersystem
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Probleme mit dem Computersystem

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Probleme mit dem Computersystem

Foto: Ralph Orlowski/ Getty Images
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Hamburg - Es ist normalerweise ein ganz gewöhnlicher Vorgang für Banken - doch bei der Commerzbank   ging er dieses Mal daneben. Das zweitgrößte deutsche Geldhaus hat im September eine halbe Million neuer EC-Karten verschickt, weil die alten ausliefen oder gestohlen worden waren. In der Regel behalten die Kunden ihre alte Geheimzahl (Pin). Doch bei einigen tausend Commerzbank-Kunden ging das dieses Mal schief, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt.

Ein Sprecher des Instituts bestätigte auf Anfrage: "Mit der neuen Karte hat die alte Pin in mehreren Fällen nicht funktioniert", sagte er. Die Kunden standen also am Automaten oder an der Supermarktkasse und konnten weder Geld abheben noch bezahlen. Betroffen gewesen sei eine Zahl im niedrigen fünfstelligen Bereich - also mehr als 10.000 Kunden.

Ein Problem mit dem Computersystem habe den Fehler ausgelöst, sagte der Sprecher. Inzwischen sei er behoben. Die betroffenen Kunden hätten ein Entschuldigungsschreiben erhalten.

Die Panne kommt für den Geldkonzern zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Bank versucht derzeit verzweifelt, das schwächelnde Privatkundengeschäft zu stärken und auf Effizienz zu trimmen. Am 8. November will Vorstandschef Martin Blessing seine Strategie bis 2016 vorstellen.

Künftig soll nach SPIEGEL-Informationen das Online-Geschäft im Mittelpunkt stehen. Dem Plan zufolge soll zudem jede Kostensteigerung vermieden werden. Geht man, wie Experten es tun, von einem natürlichen Anstieg von etwa drei bis fünf Prozent steigender Kosten pro Jahr aus, müsste demnach gut eine Milliarde Euro eingespart werden. Außerdem will die Bank Hunderte Millionen Euro in die IT investieren, auch dieses Geld wird an anderer Stelle fehlen. Wie viele Arbeitsplätze das Sparprogramm kostet, soll erst später mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt werden.

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