Energiemarkt Billigstrom wird teurer
Strom aus der Steckdose: Bessere Chancen für Ökostromanbieter
Foto: MICHAEL PROBST/ APBerlin - "Geiz ist geil" hat jetzt auch bei Anbietern von Billigstrom ausgedient: So müssen Kunden von Versorgern mit Dumpingpreisen künftig damit rechnen, mehr zu zahlen. Die Billigversorger seien heute meist nicht nachhaltig profitabel und würden langfristig weniger neue Kunden finden als bislang, ergab eine Studie der Beratungsfirma A.T. Kearny, die am Montag vorgestellt wurde.
Die zurzeit oft hohen Preisunterschiede, die von den Discountanbietern ausgingen, werden sich der Prognose zufolge deutlich verringern. Die Folge: Die Preise insgesamt würden steigen, schreiben die Autoren der Studie. Ziel vieler Billigstromanbieter sei derzeit vor allem, auf den besten Platzierungen bei Internet-Vergleichsportalen für Verbraucher zu landen. Da dieses Modell aber auf lange Sicht kaum wirtschaftlich sei, müssten die Unternehmen ihren Kunden demnächst mehr abverlangen.
Deutlich bessere Chancen haben der Studie zufolge die Ökostromanbieter. Firmen, die "in ihrem gesamten Unternehmensauftritt konsequent ökologisch orientiert" seien, arbeiteten schon jetzt profitabel. "Während sich viele Ökostromangebote nachhaltig etablieren, werden zahlreiche der Billigstromtarife in der aktuellen Form sukzessive vom Markt verschwinden", heißt es in der Studie.