Energiemarkt: Gas wird deutlich teurer - DER SPIEGEL
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Energiemarkt Gas wird deutlich teurer

Gleich 90 Gasversorger erhöhen die Preise. Davon sind laut dem Verbraucherportal Verivox Millionen Haushalte betroffen. Ein Tarifvergleich kann sich allerdings lohnen: Drei Anbieter werden billiger.
Der nächste Winter kommt bestimmt: Die Energiekosten können steigen
Der nächste Winter kommt bestimmt: Die Energiekosten können steigen

Der nächste Winter kommt bestimmt: Die Energiekosten können steigen

Foto: dapd
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Heidelberg - Gaskunden müssen sich auf höhere Preise einstellen: 133 Euro mehr im Jahr können nach der Erhöhung für einen Durchschnittshaushalt fällig werden. 90 Gasversorger wollen ihre Preise im August und September um durchschnittlich elf Prozent erhöhen. Das teilte das Verbraucherportal Verivox in Heidelberg mit. Bundesweit werden nur drei Anbieter billiger statt teurer. Die Spanne zwischen den niedrigsten und höchsten Angeboten werde im Schnitt bei 300 Euro pro Jahr liegen.

In den bundesweit betroffenen Gebieten gebe es rund elf Millionen Haushalte, sagte ein Verivox-Sprecher. Dem Portal lägen aber keine Angaben darüber vor, wie viele der dort lebenden Verbraucher auch tatsächlich einen Gasanschluss haben. Die Versorger würden keine Angaben über die Zahl ihrer Kunden machen, was die Einschätzung erschwere.

Die 90 Versorger begründeten ihre Preiserhöhungen laut Verivox mit gestiegenen Beschaffungskosten, diese würden sie weiterreichen. Gaspreise sind im Wesentlichen an den Ölpreis gekoppelt - eine freiwillige Absprache der Branche, die seit den 1960er Jahren gilt. Inzwischen wird sie zunehmend kritisiert: Die Anpassungen würden tendenziell nur nach oben gehen, die Energiekonzerne könnten Extraprofite abschöpfen.

Die Gasversorger haben aber neben den Käufen an den Spotmärkten, die mit schneller Lieferung und Zahlung ein wenig dem Börsengeschehen ähneln, auch Bindungen an langfristige Lieferverträge zu eher starren Konditionen. Verbraucherschützer monieren, dass die Liefersituation der Anbieter völlig undurchsichtig sei. Wäre die Versorgungssituation transparenter, würde das auch weitergereichte Kosten besser erklären. Die Versorger berufen sich jedoch auf ihre Geschäftsgeheimnisse.

nkk/dpa