Energiemarkt: RWE und Gazprom lassen Partnerschaft platzen - DER SPIEGEL
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Energiemarkt RWE und Gazprom lassen Partnerschaft platzen

Der russische Energieriese Gazprom muss einen Rückschlag bei der Eroberung des westeuropäischen Markts hinnehmen: Die mit dem deutschen Stromversorger RWE vereinbarte strategische Zusammenarbeit wird es nicht geben - beide Seiten haben die Verhandlungen für gescheitert erklärt.
Gazprom-Zentrale in Moskau: Keine Einigung auf "für beide Seiten tragfähigen Rahmen"
Gazprom-Zentrale in Moskau: Keine Einigung auf "für beide Seiten tragfähigen Rahmen"

Gazprom-Zentrale in Moskau: Keine Einigung auf "für beide Seiten tragfähigen Rahmen"

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A2800 epa Ilnitzky/ dpa

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Essen - RWE und Gazprom werden keine gemeinsamen Kraftwerke in Deutschland und Westeuropa bauen. Es sei "in gegenseitigem Einvernehmen" beschlossen worden, die exklusiven Gespräche über ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen des deutschen Energieversorgers und des russischen Gaskonzerns zum Jahresende auslaufen zu lassen, teilte RWE mit.

Seit Juli hatten die beiden Unternehmen über eine Kooperation beim Bau und Betrieb von Kraftwerken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden verhandelt. Dabei hatte RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann offenbar auch eine Lösung nicht ausgeschlossen, bei der der Essener Konzern lediglich eine Minderheitsposition bekleidet hätte. "Bedauerlicherweise konnten wir uns dennoch nicht auf einen für beide Seiten tragfähigen Rahmen für eine Zusammenarbeit einigen", sagte Großmann.

Die Händler an der Börse reagierten gelassen auf die Absage - offenbar war das Scheitern der Gespräche bereits erwartet worden. In Frankfurt lag die RWE-Aktie   bis zum Mittag sogar mit einem Kursplus von 2,8 Prozent deutlich über dem Anstieg des Leitindex Dax  .

Der russische Staatskonzern strebt bereits seit längerem mit Macht auf den deutschen Energiemarkt, um vom lukrativen Stromgeschäft zu profitieren. Bislang trat Gazprom   hierzulande vor allem als Rohstofflieferant in Erscheinung. Flankiert wird das Unternehmen dabei von der russischen Politik. So sagte der Energieminister Sergej Schmatko zuletzt, dass Russland in der Energiepolitik enger als bisher mit Deutschland kooperieren wolle. Man sei deshalb bereit, Kraftwerke gemeinsam mit hiesigen Partnern zu bauen, zu finanzieren und zu betreiben.

fdi/dapd