Etihad feuert seinen Chef James Hogan - DER SPIEGEL
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James Hogan Air-Berlin-Großaktionär Etihad tauscht Chef aus

Der Einstieg der arabischen Airline Etihad bei Air Berlin erwies sich als milliardenschwere Fehlinvestition. Jetzt zieht das Unternehmen Konsequenzen: Konzernchef Hogan tritt ab.
James Hogan
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Foto: ANDREAS SOLARO/ AFP
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Die arabische Fluggesellschaft Etihad tauscht ihre Führungsspitze aus: Etihad-Chef James Hogan werde das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte verlassen, teilte das Unternehmen aus dem Emirat Abu Dhabi mit. Auch Finanzchef James Rigney dankt ab. Die beiden obersten Manager werden für die milliardenschweren Fehlinvestitionen bei Air Berlin und Alitalia verantwortlich gemacht.

Hogan hatte in den vergangenen zehn Jahren aus einer kleinen Regionalairline mit 22 Flugzeugen einen globalen Konzern mit einer Flotte von 120 Maschinen gemacht. Mit dem Einstieg bei kleineren Gesellschaften wie Air Berlin und Alitalia errichtete er ein internationales Partner-Netzwerk für Zubringerflüge nach Abu Dhabi. An Alitalia hält Etihad 49 Prozent der Anteile, an Air Berlin 29 Prozent.

Doch Etihad musste in den vergangenen Jahren für die immer höheren Verluste ihrer Partner einspringen. Die Araber haben der zuletzt mit einer Milliarde Euro verschuldeten deutschen Partnerin mehrfach Hunderte Millionen Euro zugeschossen.

Etihad kündigte im Dezember in der Folge den Abbau von bis zu 3000 Stellen an. Gleichzeitig zieht sich die Airline seit Sommer langsam aus Europa zurück. 38 Flieger der defizitären Air Berlin gingen zur Miete an die Lufthansa, ein weiterer Teil der Flotte wird in eine neue Ferien-Airline mit Tuifly eingebracht.

Zudem taumelt Alitalia von einer Krise in die nächste. Eine abermalige Sanierung mit Einsparungen von 160 Millionen Euro soll die Wende bringen.

Wer auf Hogan folgt, ist noch nicht entschieden.

hej/dpa-AFX/Reuters