Finanzmärkte: Dax schafft 6000-Punkte-Marke - DER SPIEGEL
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Finanzmärkte Dax schafft 6000-Punkte-Marke

Kurz vor dem Jahreswechsel setzen die Weltbörsen ihre Punktejagd fort: In Frankfurt notierte der Dax am Montag erstmals seit mehr als einem Jahr wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 6000 Zählern. Auch in Fernost hoffen die Märkte auf den Aufschwung.
Händler in der Börse in Frankfurt am Main: Positive Vorgaben aus Asien und New York
Händler in der Börse in Frankfurt am Main: Positive Vorgaben aus Asien und New York

Händler in der Börse in Frankfurt am Main: Positive Vorgaben aus Asien und New York

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa
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Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt startet zum Jahresendspurt. Nach guten Vorgaben aus den USA und Asien stieg der Leitindex Dax   am Montag in den ersten Handelsminuten über die Marke von 6000 Punkten und kletterte bis auf 6011 Zähler. Zuletzt hatte der Index im September 2008 oberhalb der 6000er-Marke notiert.

Nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers   im September 2008 war das Börsenbarometer wie viele Indizes weltweit dramatisch eingebrochen und auf bis zu 3600 Punkte im März 2009 abgerutscht. In den vergangenen Monaten erholte sich der Dax aber wieder deutlich.

Im Verlauf der ersten Handelsminuten büßte der Index am Montag zwar wieder einige Punkte ein, blieb aber zunächst über der psychologisch wichtigen Marke. Der MDax   verbesserte sich zeitweise um 0,3 Prozent auf 7497 Punkte, und der TecDax   legte 0,4 Prozent auf 815 Zähler zu. Der Euro notierte am Montagmorgen bei 1,4384 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte zuletzt am 24. Dezember einen Referenzkurs von 1,4398 Dollar festgestellt.

Gewinne auf breiter Front

Marktteilnehmer verwiesen auf die freundliche Entwicklung an der New Yorker Wall Street am Donnerstag, die Notierungen gingen dort mit Jahreshöchstständen aus dem Handel. Vor allem die besser als erwartet ausgefallene wöchentliche US-Arbeitsmarktdaten sorgten für einen positiven Impuls.

Im Dax lagen am Montagmorgen 29 der 30 Werte im Plus. Die stärksten Aufschläge verzeichneten Infineon   mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 3,87 Euro. E.on   legte 1,6 Prozent auf 29,03 Euro zu, und SAP   verbesserte sich um 1,5 Prozent auf 33,21 Euro. Schwächster Wert war Fresenius Medical Care  . Die Aktien verloren 0,1 Prozent auf 37,67 Euro.

In der zweiten Reihe stieg SGL Carbon   um 1,4 Prozent auf 21,17 Euro. Gesucht waren auch Papiere von Stada   und Gagfah  , die sich jeweils um rund ein Prozent verbesserten. Den schwächsten Start erwischten BayWa-Aktien, die sich um 0,8 Prozent auf 25,05 Euro verbilligten. Leicht unter Druck standen unter anderem Rhön-Klinikum   und Heidelberger Druck  .

Im TecDax führten Nordex-Papiere   die Gewinnerliste an, die um 2,4 Prozent auf 10,60 Euro stiegen. Conergy   verbesserte sich um 1,6 Prozent auf 0,65 Euro. Dagegen verlor Drägerwerk   1,3 Prozent auf 31,00 Euro. Freenet   gab 0,5 Prozent auf 9,55 Euro ab.

Asiatische Börsen im Plus

Nach ermutigenden Konjunkturdaten haben die asiatischen Börsen zum Wochenanfang ebenfalls ein deutliches Plus verzeichnet. Der japanische Nikkei-Index   schloss am Montag auf dem höchsten Stand seit vier Monaten.

Neben einem unerwartet deutlichen Anstieg der Industrieproduktion sorgte auch der vergleichsweise starke Dollar zum Yen für eine gute Stimmung und nährte die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit 1,33 Prozent im Plus bei 10.634 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index   gewann 0,59 Prozent auf 914 Zähler. Die Börsen in Taiwan, Shanghai, Hongkong und Südkorea legten ebenfalls zu.

mik/ddp/AFP/Reuters