Fußballprofis drohen Steuerprüfungen - DER SPIEGEL
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Unvollständige Unterlagen Fußballprofis droht Welle von Steuerprüfungen

Bayern-Manager Uli Hoeneß hat schon Ärger mit der Steuer, zahlreichen Fußballprofis könnte der noch drohen: Laut einem WDR-Bericht ist nahezu jede dritte Steuererklärung von Bundesliga-Spielern unvollständig. Ein Grund sollen Zahlungen für Panini-Bildchen sein.
Rote Karte bei Bundesliga-Spiel: Zahlreichen Fußballprofis droht Steuerärger
Rote Karte bei Bundesliga-Spiel: Zahlreichen Fußballprofis droht Steuerärger

Rote Karte bei Bundesliga-Spiel: Zahlreichen Fußballprofis droht Steuerärger

Foto: Achim Scheidemann/ dpa
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Köln - Deutsche Fußball-Profis müssen sich offenbar vermehrt auf Steuerprüfungen einstellen. Fast jede dritte Steuererklärung von Bundesliga-Spielern soll unvollständig sein, berichtet das WDR-Magazin "sport inside". Das habe eine Stichprobe des Landesrechnungshofes Niedersachsen bei 60 Kickern ergeben.

Die Spielergewerkschaft VdV (Vereinigung der Vertragsfußballer) warnte ihre Mitglieder bereits vor möglichen Betriebsprüfungen. Im Magazin "Wir Profis" heißt es: "Die Beamten prüfen dabei beispielsweise akribisch die Einnahmen aus Ausrüstungs- und Werbeverträgen sowie Handgeldern". Im Zweifel sei eine Selbstanzeige ratsam, empfiehlt in dem Artikel ein Steuerberater. "Sofern Profis jetzt noch feststellen sollten, dass ihre Steuererklärungen bisher unvollständig waren, ist Eile geboten."

Die Steuergewerkschaft in Nordrhein-Westfalen geht von zahlreichen unentdeckten Steuervergehen aus. In Zusammenhang mit der Schweizer Steuer-CD sei bekannt geworden, dass über Schweizer Konten Zahlungen für Panini-Bildrechte gelaufen seien, sagte Manfred Lehmann, der Vorsitzende der Steuergewerkschaft NRW. "Bekannt wurde dann auch, dass deutsche Spieler für die Hingabe ihrer Persönlichkeitsrechte Geld bekommen haben, und die sind in deutschen Steuererklärungen auch nie aufgetaucht", sagte Lehmann "Sport inside".

Am Montag war bekanntgeworden, dass sich FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß voraussichtlich ab März wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung vor dem Landgericht München verantworten muss. Er soll über ein heimliches Konto in der Schweiz Steuern in Höhe von 3,2 Millionen Euro hinterzogen haben.

"Sport inside", WDR, 22.45 Uhr

cte/dab/sid