Gasversorgung: Ostsee-Pipeline wird deutlich teurer - DER SPIEGEL
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Gasversorgung Ostsee-Pipeline wird deutlich teurer

In Lubmin haben am Donnerstag die Arbeiten für die Ostsee-Pipeline begonnen. In der Zentrale des Betreiberkonsortiums herrscht deswegen aber kaum Feierstimmung: Laut "Süddeutscher Zeitung" kämpfen die Verantwortlichen mit ausufernden Kosten - Grund sind massiv steigende Zinsen.
Pipeline-Rohre: Gestiegene Zinsen sorgen für Kostenexplosion
Pipeline-Rohre: Gestiegene Zinsen sorgen für Kostenexplosion

Pipeline-Rohre: Gestiegene Zinsen sorgen für Kostenexplosion

Foto: Stefan Sauer/ dpa
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Berlin - Die Ostsee-Pipeline wird wohl deutlich teurer als ursprünglich kalkuliert. Die Kosten für die 1200 Kilometer lange Gasleitung zwischen Russland und Deutschland sollen um 1,4 auf 8,8 Milliarden Euro steigen, wie die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag berichtete. Das habe Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion geschrieben.

Nord Stream habe die Angaben bestätigt, schreibt die "SZ". Ein Sprecher habe erklärt, in der höheren Zahl seien nun auch die Kosten für die Finanzierung des Projekts enthalten. Die Beschaffung der Finanzmittel sei wegen der Finanzkrise teuer. Dies sei in der bisherigen Investitionssumme noch nicht berücksichtigt gewesen.

Das Betreiberkonsortium Nord Stream, an dem der russische Gaskonzern Gazprom sowie Töchter der deutschen Konzerne E.on   und BASF   beteiligt sind, hatte die Investitionen bislang lediglich auf 7,4 Milliarden Euro beziffert.

Am deutschen Anlandepunkt haben am Donnerstag die Bauarbeiten begonnen. Den Plänen zufolge soll die durch den Greifswalder Bodden führende Gasleitung am Strandbereich von Lubmin anlanden und durch einen etwa 150 Meter langen unterirdischen Korridor zu einer Wartungsstation für Leitungskontrollen führen.

Voraussichtlich im Juni wird das Verlegeschiff "Castoro 10" mit der Verlegung der Trasse durch den Greifswalder Bodden beginnen. Pro Tag sollen dann bis zu 500 Meter Leitungsstrang in den Meeresgrund eingegraben werden. Die Arbeiten im deutschen Küstenabschnitt sollen zum Jahresende abgeschlossen sein. Das erste russische Erdgas wird im Herbst 2011 in Lubmin erwartet.

mik/dpa/ddp