Gazprom will Geschäfte auf der Krim machen - DER SPIEGEL
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Ukraine-Konflikt Gazprom plant Geschäfte auf der Krim

Der Energieriese Gazprom profitiert möglicherweise vom Ukraine-Konflikt: Der russische Staatskonzern will Erdgasvorkommen auf der Halbinsel Krim erschließen. Die Chancen stehen gut.
Der russische Energieriese Gazprom möchte Öl und Gas auf der Krim fördern.
Der russische Energieriese Gazprom möchte Öl und Gas auf der Krim fördern.

Der russische Energieriese Gazprom möchte Öl und Gas auf der Krim fördern.

Foto: © Alexander Demianchuk / Reuter/ REUTERS
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Moskau - Der russische Energiekonzern Gazprom will auf der ukrainischen Halbinsel Krim Öl und Gas fördern. Das Unternehmen habe entsprechende Vorschläge unterbreitet, sagte Rustam Temirgaliew, stellvertretender Ministerpräsident der Krim-Regierung nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA.

Die Chancen, dass Gazprom den Zuschlag erhält, stehen gut. "Natürlich war Gazprom der erste, der auf uns zugekommen ist", so Temirgaliew. Schon vergangene Woche hatte der stellvertretende Ministerpräsident angekündigt, dass die staatliche ukrainische Energiefirma Chornomornaftohaz an ein russisches Unternehmen wie Gazprom verkauft werden könnte. Das Krim-Parlament hat gestern für eine Verstaatlichung der ukrainischen Energiekonzerne Chornomornaftogaz und Ukrtransgaz gestimmt.

Die Ukraine deckt mehr als die Hälfte ihres jährlichen Erdgasbedarfs mit russischen Importen. Da die Regierung in Moskau diese Abhängigkeit schon mehrfach für politischen Druck eingesetzt hat, will die Ukraine ihre Energieversorgung breiter aufstellen. Das Erdgas des Schwarzen Meeres vor der Krim spielte dabei eine wichtige Rolle. Konzerne wie Exxon, Royal Dutch Shell, Eni und OMV wollen Gas aus dieser Region fördern. Die Investitionen sind wegen der Krim-Krise aber in Gefahr.

jau/Reuters