Insolventer Damenmode-Hersteller Gerry-Weber-Aktie stürzt ab
Gerry-Weber-Filiale (Archiv)
Foto: CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REXDie Aktie des Damenmode-Herstellers Gerry Weber ist nach dem Insolvenzantrag des Unternehmens abgestürzt. Nachdem die Papiere vor der Meldung kurzzeitig vom Handel ausgesetzt wurden, rutschten sie nach der Wiederaufnahme in der Spitze um mehr als 75 Prozent ab. Im späten Handel belief sich das Minus noch auf rund 68 Prozent, der Aktienwert betrug 58 Cent.
Die bereits seit Langem schlecht laufende Aktie ist damit endgültig zum Pennystock geworden. Die Muttergesellschaft Gerry Weber International mit rund 580 Mitarbeitern hat beim Amtsgericht Bielefeld Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Ziel sei es, das Unternehmen zu sanieren, hieß es weiter. Das Gericht stimmte dem zu.
Fotostrecke: Das ist Gerry Weber
Der Geschäftsbetrieb soll dem Unternehmen zufolge in vollem Umfang weitergeführt werden. Und die Finanzierung des Modeanbieters sei nach derzeitigem Stand bis ins Jahr 2020 gesichert, hieß es. Die Aktien von Gerry Weber sind bereits seit 2015 im Abwärtstrend. Vom damaligen Niveau bei rund 35 Euro ging es angesichts von Umsatzrückgängen und roten Zahlen rasant nach unten.
Bereits in den vergangenen Monaten hatten sich die schlechten Nachrichten aus dem westfälischen Unternehmen gehäuft. Zuletzt hatte das Unternehmen Mitte Januar seine Gewinnprognose nach unten korrigiert, als Grund waren unter anderem Probleme bei der bislang als Hoffnungsträger geltenden Tochter Hallhuber genannt worden.