Gewinn bei ThyssenKrupp bricht ein - DER SPIEGEL
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Stahlkonzern in der Krise Gewinneinbruch bei ThyssenKrupp

Der angeschlagene Industriekonzern ThyssenKrupp kommt nicht aus der Krise. Im abgelaufenen Quartal brach der Gewinn um 38 Prozent ein. Grund war vor allem die schwache Stahlnachfrage in Europa.
ThyssenKrupp-Werk in Duisburg: Harter Sparkurs
ThyssenKrupp-Werk in Duisburg: Harter Sparkurs

ThyssenKrupp-Werk in Duisburg: Harter Sparkurs

Foto: Oliver Berg / dpa
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Düsseldorf - Der von einer Skandalserie erschütterte Industriekonzern ThyssenKrupp leidet unter der Auto- und Stahlkrise. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013, das im Oktober begann, gingen sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich zurück.

Der Umsatz sei um acht Prozent auf 8,837 Milliarden Euro geschrumpft, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern fiel um 38 Prozent auf 229 Millionen Euro. Das traf in etwa die Erwartungen: ThyssenKrupp   hatte rund 200 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Probleme gab es vor allem in der Autozulieferersparte sowie im europäischen Stahlgeschäft. Gut lief dagegen der Verkauf von Aufzügen sowie Spezial- und Großanlagen.

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger bestätigte die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. "Wir sind auf gutem Weg, unsere operativen Ziele im Gesamtjahr zu erreichen", sagte er. "Mit der heutigen Ertragskraft des Konzerns können wir jedoch nicht zufrieden sein." Das Unternehmen hatte erst am Freitag den Sparkurs im europäischen Stahlgeschäft verschärft. Hier sollen mindestens 2000 der zuletzt 27.600 Stellen wegfallen und die Kosten um 500 Millionen Euro gedrückt werden.

Insgesamt will Hiesinger binnen drei Jahren zwei Milliarden Euro einsparen. Dazu soll unter anderem das verlustreiche amerikanische Stahlgeschäft abgestoßen werden.

stk/Reuters/dpa