Gewinnwarnung lässt Ryanair-Kurs einbrechen - DER SPIEGEL
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Billigflieger Neue Gewinnwarnung lässt Ryanair-Kurs einbrechen

Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Wochen muss Ryanair seine Gewinnprognose nach unten korrigieren. Die Aktie des Billigfliegers verzeichnet starke Verluste. Jetzt will das Unternehmen verstärkt um Passagiere werben - mit mehr Service.
Ryanair-Maschine in Italien: Ticketpreise werden gesenkt
Ryanair-Maschine in Italien: Ticketpreise werden gesenkt

Ryanair-Maschine in Italien: Ticketpreise werden gesenkt

Foto: Pier Marco Tacca/ Getty Images
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Dublin - Eine kassierte Gewinnprognose hat am Montag die Aktie der Billigfluggesellschaft Ryanair   auf Sturzflug geschickt. Bis zum Mittag verloren die Papiere fast 13 Prozent. Allein innerhalb der ersten Handelsstunde wechselten rund fünf Mal so viele Aktien den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Bereits im September hatte Ryanair seine Prognose korrigiert und anschließend deutliche Verluste verzeichnen müssen. Nun gab der Konzern bekannt, dass der Überschuss im Ende März endenden Geschäftsjahr nur noch 500 bis 520 Millionen Euro erreichen dürfte. Trotz steigender Fluggastzahlen wäre dies weniger als die 569 Millionen Euro aus dem Vorjahr und weitaus weniger als von Analysten erwartet. Zu den Gründen zählte Ryanair-Chef Michael O'Leary auch die schwächere Wirtschaftsentwicklung in Europa.

Nach jahrelangem Aufwind vermeldet das Unternehmen bereits seit einigen Monaten Einbußen durch höhere Treibstoffkosten und sinkende Nachfrage. Zuletzt hatte es deshalb einige Lockerungen für die Kunden angekündigt, nachdem diese sich unter anderem über versteckte Zusatzgebühren beklagt hatten. So wurden die Kosten für aufgegebenes Gepäck gesenkt, ein zusätzliches kleines Handgepäckstück wird erlaubt, die Gebühren für vergessene Bordkarten werden geringer.

Im Wettbewerb um die Gunst der Reisenden hat Ryanair nach eigenen Angaben zudem die Ticketpreise gesenkt. Im Winterhalbjahr dürften diese um neun bis zehn Prozent geringer ausfallen als ein Jahr zuvor, schätzt O'Leary. Von Februar an will Ryanair zudem feste Sitzplätze einführen. Damit wolle man zeigen, dass man den Kunden und ihren Wünschen zuhöre.

Um die Einbußen im reiseschwachen Winter zu begrenzen, will die Gesellschaft in den kommenden Monaten erneut bis zu 70 Flugzeuge am Boden lassen. Zugleich unterbricht das Unternehmen seinen aggressiven Expansionskurs. Nach 20 Jahren anhaltenden Wachstums dürften die Passagierzahlen in den kommenden zwölf Monaten stagnieren, kündigte der Billigflieger an.

dab/dpa/Reuters

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