Kiel: Gift-Marzipan an Grundschulen - Coop wird erpresst - DER SPIEGEL
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Kiel Gift-Marzipan an Grundschulen - Coop wird erpresst

Der Lebensmittelhändler Coop wird erpresst. Dazu hat ein Unbekannter an einer Grundschule in Kiel manipulierte Marzipanherzen ausgelegt. Die Drohung richtet sich auch gegen weitere Schulen.
Sky-Verbrauchermarkt von Coop
Sky-Verbrauchermarkt von Coop

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Foto: Christian Charisius/ picture alliance / dpa
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Die Erpressung im Zusammenhang mit dem Fund manipulierter Marzipanherzen an einer Schule in Kiel richtet sich gegen die Einzelhandelskette Coop. Unbekannte drohten dem Unternehmen damit, weiterhin mit einer schädlichen Substanz manipulierte Lebensmittel rund um Kieler Schulen zu verteilen, teilte Coop mit. Die Höhe der geforderten Summe ist unklar.

Das Unternehmen habe umgehend entsprechende Maßnahmen eingeleitet und stehe in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden, hieß es. Die Polizei hatte am Freitag nach weiteren Drohungen drei Schulen geräumt und durchsucht. Dabei wurde nichts Gefährliches gefunden.

E-Mail mit Gift-Warnung

Coop betreibt mehr als 200 Sky- und Plaza-Märkte in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie auch in Teilen Niedersachsens und Brandenburgs.

Die Süßigkeiten waren bereits am Dienstag an der Grundschule in Kiel entdeckt worden. Die Schule hatte in der Nacht zum Dienstag eine E-Mail mit dem Hinweis enthalten, auf dem Hof seien vergiftete Lebensmittel ausgelegt worden.

Untersuchungen ergaben, dass den Marzipanherzen tatsächlich eine Substanz zugesetzt worden war, deren Verzehr gesundheitliche Beschwerden auslösen könnte. Schwere Folgen oder gar Lebensgefahr schlossen Experten nach Angaben des Landeskriminalamtes aber aus. Genaue Angaben zur Substanz machte das LKA nicht. Nach der erneuten Drohung gegen drei weitere Schulen wurden diese am Freitagmorgen durchsucht.

msc/dpa