Dax rutscht nach griechischem Nein ins Minus - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börse Dax rutscht nach griechischem Nein ins Minus

An den Börsen geht es nach dem Nein Griechenlands abwärts, das Minus fällt jedoch kleiner aus als erwartet: Der Dax fällt um etwas mehr als ein Prozent. Analysten rechnen damit, dass der deutsche Leitindex angesichts der ungelösten Krise weiter fallen wird.
Börsenhändler in Frankfurt: "Kollisionskurs mit den Gläubigern"
Börsenhändler in Frankfurt: "Kollisionskurs mit den Gläubigern"

Börsenhändler in Frankfurt: "Kollisionskurs mit den Gläubigern"

Foto: AP/dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das klare Nein der Griechen zu den Sparvorgaben der Gläubiger hat deutschen Aktien zum Wochenauftakt deutliche Verluste eingebrockt. Das Minus fiel aber geringer aus als zunächst erwartet.

Der Dax sackte in den ersten Handelsminuten am Montag um 1,6 Prozent auf 10.877 Punkte ab  . Vorbörslich war er zeitweise noch mehr als drei Prozent unter dem Wert zum Handelsschluss am Freitag taxiert worden. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex bereits 3,8 Prozent an Wert eingebüßt.

Der MDax   der mittelgroßen Werte fiel um 1,2 Prozent auf 19.646 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax   sank um ein Prozent auf 1640,40 Punkte.

Analyst Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets geht davon aus, dass der Dax bis auf 10.600 Zähler zurückfallen könnte. Das wäre das Niveau vom Januar und Februar, bevor der deutsche Leitindex zu einem steilen Aufwärtstrend bis auf knapp 12.400 Punkte ansetzte. Die eskalierende Griechenlandkrise setzte dem Höhenflug jedoch ein jähes Ende.

"Das Votum setzt die griechische Regierung auf Kollisionskurs mit den Gläubigern", sagte Philippe Gijsels, Chef-Analyst von BNP Paribas Fortis Global Markets zur Nein-Entscheidung der Griechen. "Das Risiko eines Grexits hat sich auf jeden Fall vergrößert."

Das Referendum ließ auch wichtige Auslandsbörsen weitgehend ins Minus rutschen: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50   fiel zuletzt um 2,04 Prozent. In Japan schloss der Nikkei-Index   mehr als zwei Prozent tiefer. Auch der Kurs des Euro   gab nach, grenzte die Abschläge nach dem Rücktritt von Finanzminister Yanis Varoufakis aber ein. Zuletzt stand die Gemeinschaftswährung bei 1,1056 US-Dollar und damit nur rund einen halben Cent niedriger als am Freitag.

mik/dpa