Griechenland-Wahl: Dax und EuroStoxx starten mit Verlusten - DER SPIEGEL
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Sorge nach Griechenland-Wahl Europäische Börsen starten mit Verlusten

Der Linksruck in Griechenland beunruhigt weltweit Anleger. Der deutsche Leitindex Dax und der europäische EuroStoxx starten mit Verlusten. Zuvor waren die asiatischen Börsen mit einem Minus aus dem Handel gegangen, auch der Euro schwächelte.
Händler an der Frankfurter Börse (Archivbild): Unsicherheit herrscht vor
Händler an der Frankfurter Börse (Archivbild): Unsicherheit herrscht vor

Händler an der Frankfurter Börse (Archivbild): Unsicherheit herrscht vor

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS
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Frankfurt am Main - Der Morgen nach der Griechenland-Wahl begann mit Verlusten an den Börsen. Der deutsche Leitindex Dax rutschte in den ersten Handelsminuten um 0,5 Prozent ab. Auch der europäische EuroStoxx startete negativ.

Zuvor schloss bereits der wichtige Nikkei-Index an der Börse in Tokio mit einem Minus von 0,25 Prozent. Im Verlauf hatte er noch schwächer tendiert.

Am Abend war bereits der Euro unter Druck geraten. Er fiel zwischenzeitlich auf den niedrigsten Wert seit elf Jahren, stabilisierte sich am Montagmorgen allerdings wieder. Zuletzt kostete ein Euro 1,1180 Dollar und damit mehr als am Freitagnachmittag, als der Euro wegen der neuen Billionenspritze der Europäischen Zentralbank bis auf 1,1115 Dollar gefallen war.

Händler verwiesen darauf, dass mit dem Syriza-Sieg das Potenzial eines Konflikts mit den internationalen Geldgebern Griechenlands gestiegen sei. Das Linksbündnis hatte bei der Wahl in Griechenland am Sonntag einen klaren Sieg eingefahren. Die Partei hatte im Wahlkampf versprochen, den strikten Sparkurs der bisherigen Regierung aufzukündigen und mit den internationalen Gläubigern über einen Schuldenschnitt verhandeln zu wollen.

"Vorübergehend sorgt das für eine große Unsicherheit"

Die Wahl galt als Richtungsentscheidung und war in ganz Europa sowie an den internationalen Finanzmärkten mit Spannung erwartet worden. Im Vorfeld war unter anderem über einen Austritt Griechenlands aus dem Euro ("Grexit") im Falle eines Syriza-Wahlsiegs spekuliert worden. Der Chef des Parteienbündnisses, Alexis Tsipras, hat aber immer wieder versichert, dass er den Euro behalten wolle.

Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank  , zeigte sich zuversichtlich. "Vorübergehend sorgt das für eine große Unsicherheit. Aber trotz markiger Wahlkampfsprüche wird sich Griechenland mit der Staatengemeinschaft am Ende einigen - auch weil jetzt schon das Geld für die geplanten Sozialprogramme fehlt." Die Staatengemeinschaft habe ebenfalls Interesse an einem Kompromiss. Denn die Regierungen müssten bei einem Euro-Austritt Griechenlands ihren Wählern erklären, dass die Hilfskredite verloren seien.

yes/Reuters