Gute Geschäfte: Bosch zahlt Mitarbeitern vorzeitig mehr Geld - DER SPIEGEL
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Gute Geschäfte Bosch zahlt Mitarbeitern vorzeitig mehr Geld

Bosch sagt danke, und das nicht nur mit Worten: Der Autozulieferer zieht die eigentlich für April 2011 vereinbarte Tariferhöhung um zwei Monate vor. Damit revanchiert sich das Unternehmen - in der Krise hatten die Arbeitnehmer zahlreiche Zugeständnisse gemacht.
Bosch-Mitarbeiter im Werk Tamm: Revanche für Verzicht in der Krise
Bosch-Mitarbeiter im Werk Tamm: Revanche für Verzicht in der Krise

Bosch-Mitarbeiter im Werk Tamm: Revanche für Verzicht in der Krise

Foto: Marijan Murat/ picture alliance / dpa
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Stuttgart - Lohnplus gegen den Trend: Als erstes deutsches Großunternehmen wird Bosch eine Tariferhöhung vorziehen. Der Autozulieferer zahlt 85.000 tarifgebundenen Mitarbeitern wegen der guten konjunkturellen Lage bereits ab 1. Februar nächsten Jahres 2,7 Prozent mehr Lohn - bislang war die Erhöhung für April vorgesehen. Das teilte das Unternehmen mit. Bosch nutzt dabei eine Flexibilisierungsklausel aus dem Metall-Tarifvertrag. Dieser lässt je nach Situation der Firmen eine zweimonatige Verschiebung nach vorne oder hinten zu.

Noch im vergangenen Jahr hatte die Firma wegen der Wirtschaftskrise eine ähnliche Klausel angewandt - damals aber, um die fällige Lohnerhöhung zu verzögern. Die Beschäftigten erhielten sogar erst fünf Monate später als vorgesehen mehr Geld. Bosch hatte zu dieser Zeit nach eigenen Angaben für bis zu 65.000 Beschäftigte die Kurzarbeit eingeführt.

"Wir haben in dieser schwierigen Zeit eine große Loyalität unserer Mitarbeiter erfahren, die nicht selbstverständlich ist. Ihnen allen sind wir zu großem Dank verpflichtet", erklärte Bosch-Personalchef Wolfgang Malchow. Die Mitarbeiter hatten im Jahr 2009 zudem auf Sonderzahlungen verzichtet, um die Kosten der Kurzarbeit zu senken. Der Konzern konnte so trotz eines heftigen Umsatzeinbruchs die Stammbelegschaft bei 110.000 Mitarbeitern in Deutschland halten.

Der international führende Zulieferer für die Automobilindustrie kann sich die Großzügigkeit durchaus leisten: Er erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzplus von 20 Prozent auf rund 46 Milliarden Euro und rechnet mit einem "deutlich positiven Ergebnis".

fdi/AFP