Gute Quartalsbilanz UBS überrascht mit Milliardengewinn
UBS-Logo: Risiken gesenkt
Foto: Walter Bieri/ APZürich - Die Schweizer Großbank UBS hat im vierten Quartal einen Reingewinn von 1,2 Milliarden Franken verbucht, umgerechnet sind das 821 Millionen Euro. Das teilte das Institut am Dienstag in Zürich mit. Das erste Mal seit einem Jahr schreibt das Geldhaus wieder schwarze Zahlen. Auch ihren Jahresverlust baute die Bank deutlich ab: Sie machte 2009 ein Minus von 2,7 Milliarden Franken, im Vorjahr waren es noch 21 Milliarden Franken.
Die UBS führte die guten Zahlen auf niedrigere Kosten, eine Wertberichtigung eigener Verbindlichkeiten und eine Steuergutschrift zurück. Die Risiken seien weiter gesenkt worden, während die Kernkapitalquote innerhalb eines Jahres von 11 auf 15,4 Prozent gestiegen sei.
Der sogenannte Netto-Neugeldabfluss, der sich als Saldo von Abflüssen und Neuzuflüssen bei den Kundengeldern ergibt, fiel im vierten Quartal so hoch aus wie noch nie im abgelaufenen Jahr.
Der Bereich Wealth Management & Swiss Bank verlor netto 33,2 Milliarden Franken. Dazu kamen zwölf Milliarden im Wealth Management Americas und elf Milliarden Franken im Global Asset Management. Das macht 56,2 Milliarden Franken für den ganzen Konzern.
Einen Lichtblick bot zum Jahresschluss das Investmentbanking, das die Bank in der Finanzkrise fast in den Abgrund gerissen hätte und unter Grübels Führung neu aufgebaut wird. Der Geschäftsbereich kam auf einen Vorsteuergewinn von 297 Millionen Franken nach einem Verlust von 1,37 Milliarden im Vorquartal.
Das Ergebnis ist deutlich besser als von Analysten erwartet. Marktbeobachter hatten für den Konzern mit einem Reingewinn von 326 Millionen Franken gerechnet und den Nettoneugeldabfluss mit 24 Milliarden Franken veranschlagt.
Konzernchef Grübel zeigte sich zuversichtlich, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen der Vermögensabflüsse erfolgreich sein würden. "Doch für die unmittelbare Zukunft ist nach wie vor mit einer negativen Neugeldentwicklung zu rechnen, verbunden mit einem gewissen Margendruck", erklärte Grübel.