Hakan Samuelsson: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-MAN-Chef - DER SPIEGEL
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Korruptionsverdacht Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-MAN-Chef

In der Schmiergeld-Affäre beim Lkw-Hersteller MAN gerät nun auch der frühere Konzernchef Hakan Samuelsson ins Visier der Staatsanwaltschaft München. Sie ermittelt wegen des Verdachts der Bestechung gegen den Manager und seinen damaligen Finanzvorstand Karlheinz Hornung.
Hakan Samuelsson: Schwere Vorwürfe gegen den Ex-MAN-Chef
Hakan Samuelsson: Schwere Vorwürfe gegen den Ex-MAN-Chef

Hakan Samuelsson: Schwere Vorwürfe gegen den Ex-MAN-Chef

Foto: A3483 Matthias Schrader/ dpa
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München - Eine Zeugenaussage im laufenden MAN-Schmiergeldprozess bringt den Ex-Vorstandschef des Lastwagenherstellers in Bedrängnis. Die Münchner Staatsanwaltschaft München ermittelt nun auch gegen den früheren MAN-Vorstandsvorsitzenden Hakan Samuelsson und den ehemaligen Finanzvorstand Karlheinz Hornung. Es bestehe der Verdacht der "Beihilfe zur Bestechung im geschäftlichen Verkehr", teilten die Ermittler am Mittwoch mit.

Die neue Entwicklung hat sich im Prozess gegen den einstigen Chef der MAN-Nutzfahrzeugsparte Anton Weinmann ergeben. Er muss sich wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Korruption seit Mitte August vor Gericht verantworten. Die Richter wollen herausfinden, welches Ausmaß die Zahlung von Bestechungsgeldern in der Lkw-Sparte von MAN gehabt hat und wer davon gewusst hat. Weinmann hatte vor Gericht alle Anschuldigungen zurückgewiesen und erklärt, er selbst habe vom Ausmaß der Korruption erst durch die Ermittlungen erfahren.

Im Zuge des laufenden Schmiergeldprozesses gegen Weinmann hatte der Leiter der MAN-Revisionsabteilung als Zeuge vor dem Landgericht München ausgesagt, Samuelsson und Hornung seien über mögliche Korruptionspraktiken in Slowenien informiert gewesen.

Samuelsson, Hornung und Weinmann waren 2009 abgelöst worden. Weinmann ist bisher der ranghöchste frühere MAN-Manager, der sich vor Gericht wegen der Schmiergeldaffäre verantworten muss. Bei dem Münchner Unternehmen war im Frühjahr 2009 ein Korruptionsskandal aufgeflogen. Jahrelang hatte MAN den Verkauf von Lastern, Bussen und Maschinen mit Bestechungsgeldern angekurbelt.

Im Prozess gegen Weinmann sagte am Mittwoch eine Mitarbeiterin der Compliance-Abteilung des Konzerns aus. Sie gab an, dass für einzelne Rechnungen, die eine belgische Beraterfirma an MAN gestellt hatte, entweder die Rechtsgrundlage oder aber ein Leistungsnachweis fehlte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 56-jährigen Weinmann vor, dass er zwischen 2005 und 2007 von Schmiergeldzahlungen in Höhe von 1,9 Millionen Euro nach Slowenien und Belgien gewusst und diese geduldet habe.

nck/dapd

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