Hewlett-Packard entlässt 27.000 Mitarbeiter - DER SPIEGEL
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Krise bei PC-Hersteller Hewlett-Packard streicht 27.000 Jobs

Traurige Gewissheit für die Angestellten von Hewlett-Packard: Der weltgrößte Computerhersteller will 27.000 Stellen streichen. Etwa jeder Zwölfte müsste demnach gehen. Das Unternehmen reagiert damit auf einen anhaltenden Umsatzrückgang.
Harter Konsolidierungskurs: HP-Chefin Meg Whitman verkündet den Stellenabbau
Harter Konsolidierungskurs: HP-Chefin Meg Whitman verkündet den Stellenabbau

Harter Konsolidierungskurs: HP-Chefin Meg Whitman verkündet den Stellenabbau

Foto: Paul Sakuma / AP
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Palo Alto - Angesichts eines schrumpfenden Geschäfts kürzt der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) massiv Stellen. Voraussichtlich 27.000 Mitarbeiter müssen das Unternehmen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014 verlassen, kündigte der Konzern am Mittwoch an. Das sind etwa 8 Prozent aller Beschäftigten.

Ein Stellenabbau sei niemals leicht, sagte Konzernchefin Meg Whitman am Mittwoch - rechtfertigte die Maßnahme jedoch als "absolut notwendig". Der Umsatz von HP war im vergangenen Quartal erneut gesunken. Der kalifornische Konzern droht die Marktführerschaft an den chinesischen Rivalen Lenovo zu verlieren, der zuletzt merklich zulegen konnte.

Das Unternehmen leidet unter anderem darunter, dass immer mehr Kunden zu einem Tablet-Computer oder ihrem Smartphone greifen, und sich den Kauf eines neuen PC sparen. Erschwerend hinzu kamen Querelen und konfuse Entscheidungen im Management in der jüngeren Vergangenheit. Whitman hat den Job als Konzernchefin erst im September 2011 angetreten.

In Medienberichten aus der vergangenen Woche war bereits von Plänen für massive Entlassungen die Rede. Durch die harten Einschnitte will HP bis zu 3,5 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro) im Jahr sparen. Der Stellenabbau variiere je nach Land, erklärte das Unternehmen. Ein Teil der Mitarbeiter soll in Frühruhestand gehen.

"Ich würde noch nicht so weit gehen zu sagen, wir haben die Kurve gekriegt", sagte Whitman in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Es dauere, HP wieder in die Spur zu bringen. Im zweiten Geschäftsquartal von Februar bis April ging der Umsatz um drei Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar zurück. Der Gewinn gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar nach. Im vorangegangenen Weihnachtsquartal war der Rückgang noch drastischer ausgefallen.

Die HP-Aktie stieg nachbörslich um sechs Prozent.

usp/dpa/Reuters/AP