Ifo-Index: Stimmung in deutscher Wirtschaft trübt sich ein - DER SPIEGEL
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Sinkender Ifo-Index Manager bewerten Geschäftslage schlechter

Die deutschen Firmen sind unzufriedener mit der aktuellen Lage, blicken aber zumindest verhalten optimistisch auf die kommenden Monate. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ging insgesamt zurück.
Container im Hamburger Hafen
Container im Hamburger Hafen

Container im Hamburger Hafen

Foto: Christian Charisius/ picture alliance / Christian Cha
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Der Handelsstreit mit den USA und die Sorge vor den Folgen für die weltweite Konjunktur zeigt bei den deutschen Firmen offenbar Wirkung. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ging im Juni von 102,3 Punkten im Vormonat auf 101,8 Zähler zurück. "Der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft flaut ab", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten ihre Geschäftslage schlechter, die Aussichten für die kommenden sechs Monate blieben dagegen unverändert leicht optimistisch.

Der Ifo-Index gilt als der wichtigste Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich durch die Befragung von rund 9000 Managern ermittelt.

"Vor allem die Handelsstreitigkeiten mit den USA lasten auf den deutschen exportstarken Unternehmen", sagte der Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank Liechtenstein. Hinzu komme die angespannte Situation in der deutschen Regierungskoalition. Er verwies aber darauf, dass die Firmen ihre Geschäftsaussichten nicht schlechter bewerteten. "Die Parole lautet deshalb: Die Lage ist nicht hoffnungslos, schon bald sieht es wieder besser aus", sagte Gitzel.

Angesichts des Handelsstreits mit den USA und des schwachen Jahresauftakts haben die führenden Institute ihre Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland deutlich gesenkt. Das Ifo-Institut nahm seine Vorhersage für dieses Jahr von 2,6 auf 1,8 Prozent zurück, für 2019 von 2,1 auf 1,8 Prozent.

mmq/Reuters/dpa