Ikea-Gründer Kamprad sieht sich als Helfer der Armen - DER SPIEGEL
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Ikea-Gründer Kamprad sieht Billig-Möbel als Werk für die Armen

Mit günstigen Möbeln zum Selbstschrauben wurde Ingvar Kamprad reich. Der Ikea-Gründer preist seine Geschäftsidee als Werk für die Mittellosen. "Wir helfen den armen Menschen in der ganzen Welt, Milliarden zu sparen."
Kamprad 2006 bei der Eröffnung einer Ikea-Filiale: Möbel als Werk für die Mittellosen
Kamprad 2006 bei der Eröffnung einer Ikea-Filiale: Möbel als Werk für die Mittellosen

Kamprad 2006 bei der Eröffnung einer Ikea-Filiale: Möbel als Werk für die Mittellosen

Foto: Thord Nilsson / dpa
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Stockholm - Er ist einer der reichsten Menschen der Welt und zeigt sich kaum in der Öffentlichkeit. Doch nun ist Ikea-Gründer Ingvar Kamprad in Stockholm aufgetreten. Der 88-jährige Milliardär war von Online-Lesern der Zeitung "Svenska Dagbladet" zum "besten schwedischen Unternehmer aller Zeiten" gekürt worden. Bei der Ehrung offenbarte Kamprad, dass er sich zeit seines Lebens als Helfer der Armen gesehen habe.

Schon zu Beginn seiner Karriere habe er gelernt, "niemals auf die armen, einfachen Leute herabzuschauen", sagte Kamprad. Er erinnerte an seine Anfänge als Geschäftsmann, als er eine tragbare Schreibmaschine für 50 Kronen (heute etwa 5,50 Euro) verkauft hatte. Schon damals sei er beim Anblick der bettelarmen Landarbeiter, die nicht im Haus, sondern im Stall essen mussten, nachdenklich geworden. "Das war eine andere Zeit. Aber ich habe eines gelernt: Wenn ich mit meinen Ideen Erfolg haben und Geschäftsmann werden wollte, dürfte ich nie die armen, einfachen Leute außer Acht lassen."

Dieser Gedanke sei die Grundlage des Unternehmenskonzepts von Ikea geworden. "Und ich habe das Glück sagen zu können, dass wir den armen Menschen in der ganzen Welt heute dabei helfen, Milliarden zu sparen", sagte Kamprad.

Als Sohn eines Bauern hatte er 1943 in seinem Geburtsort Älmhult Ikea gegründet - zunächst als kleines Geschäft, das Stifte und Bilderrahmen verkaufte. 1958 öffnete dort das erste Warenhaus des heute weltumspannenden Konzerns.

Inzwischen hat Kamprad alle offiziellen Posten bei dem Möbelhaus abgegeben. Er lebt nach dem Tod seiner Frau wieder in Schweden.

mmq/AFP

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