Studie Ikea nutzt Steuerdumping der Beneluxländer
Ikea-Einrichtungshaus: Mit aggressiven Modellen spart der Konzern Hunderte Millionen Euro
Foto: MICHAEL PROBST/ ASSOCIATED PRESSDer schwedische Möbelkonzern Ikea soll mit aggressiven Steuersparmodellen in Europa innerhalb von sechs Jahren mehr als eine Milliarde Euro Steuern vermieden haben. Das geht aus einer Studie hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. (Lesen Sie die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)
Demnach hat die deutsche Ikea-Tochter allein 2014 Steuern in Höhe von 36,6 Millionen Euro gespart, weil spezielle Steuertricks in den Beneluxländern genutzt wurden.
So seien von einer belgischen Ikea-Tochter fiktive Zinsen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro steuerlich geltend gemacht worden. Und eine Luxemburger Firma sei benutzt worden, um Zinseinnahmen weitgehend steuerfrei an eine milliardenschwere Liechtensteiner Stiftung namens Interogo zu transferieren, die von einem Sohn des Ikea-Gründers Ingvar Kamprad sowie Vertrauten der Familie kontrolliert werde.
Das geht aus einer dem SPIEGEL vorliegenden Studie eines US-Steuerexperten hervor, die dieser im Auftrag der Grünen-Fraktion im EU-Parlament angefertigt hat. "Die Studie zeigt das ganze Ausmaß des Steuerdumpings in Europa", sagt der grüne EU-Abgeordnete Sven Giegold.
Ikea teilte mit, dass der Konzern sich überall an geltende Gesetze halte.