Ikea steigt ins Solargeschäft ein - DER SPIEGEL
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Möbelhauskette Ikea steigt ins Solargeschäft ein

Der weltgrößte Möbelhändler setzt auf erneuerbare Energien. Ikea will künftig in allen britischen Filialen Solaranlagen verkaufen. Der Konzern verspricht: Schon nach sieben Jahren könnten sich die Anlagen für den Kunden rentieren.
Ikea-Mitarbeiter: Kette arbeitet an grünem Image
Ikea-Mitarbeiter: Kette arbeitet an grünem Image

Ikea-Mitarbeiter: Kette arbeitet an grünem Image

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images
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London - Ikea arbeitet an seinem Ruf als grünes Unternehmen: Der Möbelhauskonzern plant, in seinen 17 Filialen in Großbritannien Photovoltaikanlagen zu verkaufen. Umgesetzt werden soll dies in den kommenden zehn Monaten, teilte Ikea mit.

Produzent der Anlagen ist der chinesische Hersteller Hanergy. Eine Anlage soll mindestens 5700 Pfund (6800 Euro) kosten. Eine Studie, die Ikea in Auftrag gegeben hat, habe gezeigt, dass ein Durchschnittshaushalt mit einer Solaranlage 770 Pfund (920 Euro) im Jahr generieren könne. Damit könnte sich eine Anlage nach etwa sieben Jahren rentieren.

Ikea hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 ausschließlich erneuerbare Energien einzusetzen. Dafür plant der Konzern in den kommenden drei Jahren Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Pfund (1,7 Milliarden Euro) in Wind- und Solarenergieprogramme. Im August kaufte die Möbelhauskette einen Windpark an der Nordwestküste Irlands. Dort entstehen vier Windturbinen, die ab 2014 insgesamt 25 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen sollen.

In Großbritannien habe nun ein Pilotprojekt gezeigt, dass es unter Ikea-Kunden eine Nachfrage für Solaranlagen gebe. "Wir wollen mit unserem chinesischen Partner Solaranlagen anbieten, die sich jeder leisten kann", sagte Joanna Yarrow. Sie leitet für Ikea den Bereich Nachhaltigkeit in Großbritannien und Irland. "Unsere Kunden wollen nachhaltiger leben."

Solarenergie spielt in Großbritannien bislang nur eine kleine Rolle, vor allem im Verglich mit Deutschland oder Spanien. Doch der Markt wächst: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Installationen um 25 Prozent.

cte/Reuters