Importeinbruch um 91 Prozent Deutsche Unternehmen wenden sich von russischen Geschäftspartnern ab
PCK-Raffinerie in Schwedt: Von 2,2 Milliarden Euro im Februar 2022 auf lediglich 4,2 Millionen
Foto: Jörg Carstensen / dpaRussland hat seit dem Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine massiv an Bedeutung für den deutschen Außenhandel verloren. Im Februar des laufenden Jahres war der monatliche Wert sämtlicher Warenimporte aus dem Land mit nur noch rund 300 Millionen Euro um 91 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Vor allem die russischen Energielieferungen, die vor dem Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 eine wichtige Rolle im Handel zwischen den beiden Staaten gespielt hatten, brachen ein.
Der Import von russischem Erdöl und Erdgas ging von 2,2 Milliarden Euro im Februar 2022 auf lediglich 4,2 Millionen Euro ein Jahr später zurück – ein Minus von 99,8 Prozent. Die Einfuhr von Kokerei- und Mineralölerzeugnissen sank von 353 Millionen Euro auf 30 Millionen Euro (minus 91,4 Prozent). Die Kohleimporte verringerten sich um 92,5 Prozent auf 26 Millionen Euro. Insgesamt fiel Russland von Rang 11 auf Rang 46 der wichtigsten Warenlieferanten Deutschlands zurück.
Die deutschen Warenexporte in das Land nahmen gegenüber Februar 2022 um 60,5 Prozent auf rund 800 Millionen Euro ab. Die westliche Staatengemeinschaft hatte nach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine mit Sanktionen reagiert.