Inflation weiter niedrig: Deutsche sparen beim Heizen und Tanken - DER SPIEGEL
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Mini-Inflation im August  Deutsche sparen noch mehr beim Heizen und Tanken

Sinkende Energiepreise halten die Inflationsrate im August auf niedrigem Niveau: Die Verbraucherpreise lagen nur wenig höher als im Vorjahresmonat. Einige Lebensmittel allerdings wurden teurer, vor allem Kartoffeln - um 22,7 Prozent.
Heizkeller: Energiepreise sinken im August um 7,6 Prozent
Heizkeller: Energiepreise sinken im August um 7,6 Prozent

Heizkeller: Energiepreise sinken im August um 7,6 Prozent

Foto: Arno Burgi/ picture alliance / dpa
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Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im August 2015 um 0,2 Prozent höher als im August 2014, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die niedrige Inflationsrate führt die Behörde weiterhin vor allem auf die gesunkenen Energiepreise zurück, die gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,6 Prozent fielen.

"Im Vergleich zu den letzten Monaten hat sich der Rückgang bei den Energiepreisen erneut verstärkt", heißt es in der Mitteilung . Der weiterhin fallende Weltmarktpreis für Rohöl wirkte sich demnach vor allem auf die Preisentwicklung bei leichtem Heizöl aus, das um 27,6 Prozent nachgab, sowie auf die von Kraftstoffen - mit minus 9,5 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre die Inflationsrate mit 1,1 Prozent deutlich höher ausgefallen, heißt es.

Auch die Preise für andere Energieprodukte lagen unter dem Vorjahresniveau. Dazu zählen zum Beispiel die Umlagen für die Zentralheizung und die Fernwärme, die sich um 6,5 Prozent verbilligten sowie Strom mit minus 1,0 Prozent.

Zudem stiegen die Preise für Nahrungsmittel und Dienstleistungen mit 0,8 Prozent im Vorjahresvergleich weiter nur langsam. Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Gemüse mit plus 9,3 Prozent, darunter Kartoffeln, die sich um 22,7 Prozent verteuerten und Obst mit plus 6,6 Prozent. Weitere Preiserhöhungen gab es unter anderem bei Fisch und Fischwaren (plus 2,4 Prozent) sowie Süßwaren (plus 1,7 Prozent).

Deutlich weniger mussten die Verbraucher gegenüber August 2014 jetzt für folgende Waren zahlen: Molkereiprodukte (minus 6,9 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle (minus 7 Prozent, darunter Butter mit minus 12,5 Prozent).

bos