Isar Aerospace: Erfolgreicher Raketenstart des Start-ups – »Deutschland kann Raumfahrt« - DER SPIEGEL
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Erfolgreicher Raketenstart »Deutschland kann Raumfahrt«

Ein Meilenstein in der deutschen Raumfahrtgeschichte: Isar Aerospace ist es gelungen, den ersten Orbitalflug von europäischem Boden aus zu starten. So soll Europa in Zukunft auch in der Raumfahrt unabhängig werden.
Eine Spectrum-Rakete des deutschen Herstellers Isar Aerospace startet zu ihrem zweiten Testflug ins All
Eine Spectrum-Rakete des deutschen Herstellers Isar Aerospace startet zu ihrem zweiten Testflug ins All

Eine Spectrum-Rakete des deutschen Herstellers Isar Aerospace startet zu ihrem zweiten Testflug ins All

Foto:

Isar Aerospace / dpa

Das bayerische Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace hat den ersten Orbitalflug von europäischem Boden aus gestartet. »Wir sind im Orbit! Und haben europäische Geschichte geschrieben«, teilte das Unternehmen im Onlinedienst X mit.

Am Abend startete vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya eine unbemannte ​Trägerrakete vom Typ Spectrum und erreichte wie erhofft die Erdumlaufbahn. Die Rakete hatte nach Unternehmensangaben fünf kleine Satelliten sowie ein technologisches Experiment an Bord. Der Zugang zum Weltraum bleibe eine der größten Hürden für die Raumfahrtindustrie und die nationale Sicherheitsarchitektur, erklärte Isar-Aerospace-Chef Daniel Metzler.

Europäische Raumfahrt soll unabhängig werden

Für das Unternehmen aus Ottobrunn ​bei München war es der zweite Start. Der erste Versuch im März 2025 ⁠endete ⁠kurz nach dem Abheben mit einer Explosion. Isar Aerospace hatte den Flug wegen der gewonnenen Daten dennoch als Erfolg gewertet. Die 28 Meter lange Spectrum-Rakete kann ‌Nutzlasten von bis zu einer Tonne transportieren. Mit ​ihr will ‌Europa unabhängiger von außereuropäischen Anbietern wie SpaceX von Elon Musk werden. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte den Startplatz in Norwegen im März besucht und damit die Bemühungen um eine größere europäische Autonomie in ‌der Raumfahrt unterstrichen.

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»Deutschland kann Raumfahrt«, teilte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) am Abend mit. Dass erstmals eine deutsche Trägerrakete den Erdorbit erreicht habe, sei ‌ein Meilenstein, der die Innovationsfähigkeit ​und das technische Wissen Deutschlands ‌unter Beweis stelle. »Er zeigt, dass deutsche Ingenieurskunst nicht nur ‌national, ​sondern auch international – hier in enger Zusammenarbeit mit unseren norwegischen Partnern – neue Wege im Weltraum eröffnet.« ​Sie lobte das Zusammenspiel von ⁠Forschung und Industriepolitik sowie die grenzüberschreitende ​Kooperation.

msh/Reuters/AFP

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