Kartellwächter werfen der Post Preisdumping vor - DER SPIEGEL
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Ermittlungen Kartellwächter werfen der Post Preisdumping vor

Der Deutschen Post droht Ärger mit dem Kartellamt. Die Wettbewerbshüter hegen den Verdacht, dass der Branchenriese seine Konkurrenten mit Dumpingpreisen für seine Großkunden auf Distanz halten wollte.
Lkw der Deutschen Post: "Klare Anhaltspunkte" für Preis-Kosten-Scheren
Lkw der Deutschen Post: "Klare Anhaltspunkte" für Preis-Kosten-Scheren

Lkw der Deutschen Post: "Klare Anhaltspunkte" für Preis-Kosten-Scheren

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
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Bonn - Die Wettbewerbshüter des Kartellamts nehmen die Geschäftspraktiken der Deutschen Post   unter die Lupe: "Wir untersuchen derzeit eingehend die Tarifgestaltung der Post gegenüber bestimmten Großkunden. Hier haben wir klare Anhaltspunkte dafür, dass Wettbewerber durch sogenannte Preis-Kosten-Scheren, also letztlich Dumping-Preise, behindert werden", sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Seit mehr als einem Jahr prüft das Kartellamt dem Bericht zufolge, ob es bei der Preisgestaltung für Großkunden wie Versicherungen, Telekommunikationsunternehmen oder Banken mit rechten Dingen zugeht. Üblicherweise kommt laut "FAZ" nach der Beurteilung als nächster Schritt eine Abmahnung, in der die Post aufgefordert würde, Preise zu ändern. Eine Sprecherin des Konzerns lehnte eine Stellungnahme dazu mit Hinweis auf das laufende Verfahren ab.

Im Gegensatz zum Privatkundenporto muss sich die Post ihre Großkundenpreise nicht vorab genehmigen lassen, sondern kann sie frei mit den Geschäftskunden aushandeln. Auf dieses Marktsegment entfallen etwa 90 Prozent der Briefmengen und Umsätze. Die Post missbrauche ihre Markt- und Finanzkraft zur Verdrängung der regionalen Wettbewerber, sagte Walther Otremba, der Vorsitzende des Bundesverbandes Briefdienste, der "FAZ". Vor dem Kartellamt hatte schon die Bundesnetzagentur die Großkundenpreise durchleuchtet, dabei aber keine Hinweise auf illegales Verhalten gefunden.

mik/dpa-AFX

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