Kaufangebot Hugh Hefner will den "Playboy" retten
"Playboy"-Gründer Hefner mit Playmates: Große Pläne des 84-Jährigen
Foto: Ethan Miller/ AFPChicago - Hugh Hefner will sein Lebenswerk retten. Der Gründer und Großaktionär des "Playboy" plant den Rückkauf des angeschlagenen Medienunternehmens und will es dann von der Börse nehmen.
Hefner informierte die Konzernführung in einem Brief über seine Absichten. Darin wird das Unternehmen mit etwa 185 Millionen Dollar bewertet. Für jede Aktie, die sich derzeit bei einem Anleger befindet, bietet Hefner demnach 5,50 Dollar. Das entspreche einem Aufpreis von etwa 40 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag, teilte das Unternehmen mit. Das Management ließ aber am Montag offen, ob es die Übernahme befürwortet.
Um das Geschäft stemmen zu können, hat sich der 84-jährige Hefner an den Finanzinvestor Rizvi Traverse gewandt. Den Angaben zufolge wirbt dieser derzeit bei Banken um Kredite.
Hugh Hefner: Der Pascha bekommt Gegenwind
Hefner besitzt 69,5 Prozent der sogenannten A-Aktien und 27,7 Prozent der B-Aktien. Er hatte das berühmte Männermagazin 1953 gegründet und ein ganzes Medienimperium darum herum gebaut mit Clubs, Fernsehkanälen und einem Lizenzgeschäft für das berühmte "Bunny"-Logo.
Doch seit dem Siegeszug des Internets sinkt die Auflage, die Werbung geht zurück. Die Konzernführung steuert mit einem Sparprogramm und der Auslagerung von Geschäften an Dritte gegen. So konnte sie den Verlust auf zuletzt eine Million Dollar im Quartal eingrenzen.