Korruptionsermittlungen bei Bilfinger - DER SPIEGEL
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Verdacht auf Schmiergelder Korruptionsermittlungen bei Baukonzern Bilfinger

Der Baukonzern Bilfinger steht im Visier der Staatsanwaltschaft: Ermittler haben mehrere Büros des Unternehmens durchsucht. Sie gehen laut einem Bericht dem Verdacht nach, bei einem Bauprojekt in Ungarn seien Schmiergelder geflossen.
Logo von Bilfinger: Verdacht auf Schmiergelder
Logo von Bilfinger: Verdacht auf Schmiergelder

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Foto: dapd
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Mannheim - Der Baukonzern Bilfinger steht unter Korruptionsverdacht. Bereits im Oktober durchsuchte die Staatsanwaltschaft mehrere Büros des Unternehmens, bestätigte Bilfinger am Montag. "Bilfinger unterstützt die Ermittlungen und kooperiert uneingeschränkt mit der Staatsanwaltschaft", teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Die Staatsanwaltschaft war am Montag zunächst nicht zu erreichen.

Die österreichische Zeitung "Die Presse" hatte berichtet , im Zentrum der Ermittlungen stünden Geschäfte in Ungarn sowie ein 495-Millionen-Euro-Bauprojekt in Ungarn. Um dieses an Land zu ziehen, sei in den Jahren 2006 und 2007 Schmiergeld geflossen, hieß es in dem Bericht. Demnach wurden Mitte Oktober Büros der österreichischen Konzerntochter in Wien, die Konzernzentrale in Mannheim sowie Filialen in Ungarn und der Slowakei durchsucht. Der Zeitung zufolge wurden zwei Top-Manager von Bilfinger beurlaubt.

Der Baukonzern wird seit Juli 2011 vom früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch geführt. Unter seiner Leitung wurde der Unternehmensname von Bilfinger Berger auf Bilfinger verkürzt. Koch will den Konzern als Dienstleister ausrichten. Mit dem kürzeren Namen soll das Unternehmen, das weltweit mit verschiedenen Marken präsent ist, einheitlicher auftreten.

mmq/dapd