Langsame Erholung: SAP enttäuscht mit Quartalsgewinn - DER SPIEGEL
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Langsame Erholung SAP enttäuscht mit Quartalsgewinn

Besserung in Sicht, aber Grund für Zufriedenheit besteht nicht: Der Walldorfer Software-Konzern SAP hat im dritten Quartal zwar wieder mehr Geld verdient. Nach Überzeugung von Marktbeobachtern hätte die Erholung aber durchaus beeindruckender ausfallen können.
SAP-Zentrale in Walldorf: Aussicht für das Gesamtjahr bestätigt
SAP-Zentrale in Walldorf: Aussicht für das Gesamtjahr bestätigt

SAP-Zentrale in Walldorf: Aussicht für das Gesamtjahr bestätigt

Foto: DDP
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Walldorf - Der Softwarekonzern SAP   hat im dritten Quartal Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert. Wie der DAX-Konzern aus dem badischen Walldorf am Mittwoch mitteilte, kletterte das Betriebsergebnis in den drei Monaten per Ende September gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 716 Millionen Euro. Zugleich stiegen die Kernerlöse um ein Fünftel auf 2,32 Milliarden Euro. Die Konzernerlöse legten ebenfalls um ein Fünftel auf 3,0 Milliarden Euro zu.

Unter dem Strich verdiente SAP den Angaben zufolge 501 Millionen Euro, zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr und bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr. Trotzdem reagierten Marktbeobachter enttäuscht. Analysten hatten im Schnitt mit einem operativen Ergebnis von 805 Millionen Euro gerechnet.

Im Geschäftsjahr 2009 hatte die aus der Wirtschaftskrise resultierende Investitionszurückhaltung der Kunden SAP nicht nur ein Umsatzminus beschert, sondern auch zum Abbau mehrerer Tausend Stellen veranlasst. Seit dem ersten Quartal des laufenden Jahres verzeichnen die Walldorfer aber insgesamt wieder eine anziehende Nachfrage.

Erstmals machte sich im dritten Quartal die Ende Juli abgeschlossene Übernahme von Sybase im Zahlenwerk von SAP bemerkbar. SAP hat mit dem Kauf für rund 5,8 Milliarden Dollar seine Aktivitäten im Bereich mobile Datennutzung massiv ausgeweitet und sich zugleich das Datenbankgeschäft des US-Konzerns gesichert. Insgesamt rechnet SAP für das Gesamtjahr 2010 weiter mit einem Plus von neun bis elf Prozent bei den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen.

mik/dapd

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