Leitindex: Dax stürzt nach Rücktritt von EZB-Chefvolkswirt ab - DER SPIEGEL
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Leitindex Dax stürzt nach Rücktritt von EZB-Chefvolkswirt ab

Der deutsche Leitindex ist auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestürzt. Der überraschende Rücktritt von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark sorgte für Turbulenzen an der Börse.
Frankfurter Börse: Auf Wochensicht gab der Dax damit 6,29 Prozent ab
Frankfurter Börse: Auf Wochensicht gab der Dax damit 6,29 Prozent ab

Frankfurter Börse: Auf Wochensicht gab der Dax damit 6,29 Prozent ab

Foto: Michael Probst/ AP
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Frankfurt/Main - Es ist ein dramatischer Einbruch: Der überraschende Rücktritt von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hat den Dax tief ins Minus gedrückt. Zum Handelsschluss fiel der deutsche Leitindex um 4,04 Prozent auf 5189,93 Punkte. Dies war der tiefste Stand seit Juli 2009.

Auf Wochensicht gab der Dax damit mehr als sechs Prozent ab. Der MDax der mittelgroßen Werte büßte am Freitag knapp drei Prozent auf 8535 Punkte ein, der Technologiewerte-Index TecDax verlor 2,8 Prozent auf 701 Punkte. Die Aktie der Deutschen Bank verlor 7,2 Prozent, die Commerzbank 8,7.

Nach Angaben der Europäischen Zentralbank erfolgt der Schritt Starks aus persönlichen Gründen. Allerdings bleibe er im Amt, bis ein Nachfolger gefunden sei. Laut einem Börsianer ist der Rücktritt "ein weiterer Schlag für die Glaubwürdigkeit der EZB, der den Graben zwischen Deutschland und den übrigen Mitgliedern wahrscheinlich vertiefen wird". Damit steige auch die Unsicherheit im ohnehin schwierigen Marktumfeld und verleihe den Argumenten der Euro-Kritiker, die das Aus der Gemeinschaftswährung erwarten, zusätzliches Gewicht.

Außerdem verunsicherte die Aussage von US-Finanzminister Timothy Geithner die Anleger, wonach das G-7-Finanzministertreffen in Marseille kein koordiniertes Einschreiten gegen die Krise zur Folge haben werde.

kra/dpa