Lufthansa einigt sich mit Piloten - DER SPIEGEL
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Nach jahrelangem Tarifstreit Lufthansa einigt sich mit Piloten

Zwischen der Lufthansa und ihren Piloten ist nach jahrelangem Tarifstreit eine Einigung in Sicht. Beide Seiten hätten sich über alle wesentlichen Fragen geeinigt, teilte die Fluglinie mit.
Lufthansa-Pilot (Archivbild)
Lufthansa-Pilot (Archivbild)

Lufthansa-Pilot (Archivbild)

Foto: Boris Roessler/ dpa
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Im jahrelangen Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa   und ihren Piloten ist überraschend ein Durchbruch erzielt worden. Der Konzern und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hätten sich im Grundsatz auf eine Gesamtlösung aller offenen Tarifthemen geeinigt, teilte die Lufthansa mit. Der Kompromiss sei zunächst noch unverbindlich und gelte neben der Lufthansa auch für Lufthansa Cargo und die Billigtochter Germanwings.

Damit sind Streiks der Flugzeugführer vom Tisch. Bislang hatten die Piloten in dem jahrelangen Konflikt 14-mal die Arbeit niedergelegt.

Die Vereinbarungen zu Gehältern, Betriebsrenten und anderen Fragen sollen laut Lufthansa bis Juni 2022 gelten. Dabei akzeptierten die Piloten unter anderem die Umstellung der Betriebsrenten auf Festbeiträge. Bislang hatte Lufthansa die absolute Höhe der Zahlungen garantiert und damit das Zinsrisiko übernommen. Die Neuregelung wirkt nun schon im Geschäftsjahr 2017 entlastend auf die Bilanz.

Lufthansa garantiert den rund 5400 Konzernpiloten, dass zu diesen Bedingungen bis Mitte 2022 mindestens 325 Jets betrieben werden. Das entspricht in etwa dem aktuellen Niveau der Lufthansa-Muttergesellschaft. Damit würden 600 Stellen für Kapitänsanwärter geschaffen und rund 700 bereits fertig ausgebildete Nachwuchsflugzeugführer könnten eingestellt werden.

Der Tarifkonflikt läuft bereits seit 2012, die Kosten betragen rund 500 Millionen Euro. Der bislang letzte Streik hatte Ende November die Reisepläne von Lufthansa-Kunden durcheinandergebracht.

Zuvor hatten Lufthansa und die Piloten eine erste Teillösung erreicht, die nun von der Einigung zum Gehalt mit einer längeren Laufzeit ersetzt wird. Die Urabstimmung zur Schlichtung müsse aus formellen Gründen noch abgeschlossen werden, sagte ein VC-Sprecher. Die Gewerkschaft gehe aber davon aus, die neuen Verträge bis Mitte des Jahres unter Dach und Fach zu bringen.

dab/dpa/Reuters