Lufthansa: Turkish Airlines dementiert Kooperationspläne - DER SPIEGEL
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Luftfahrt Turkish Airlines dementiert Kooperationspläne mit der Lufthansa

Die Pläne der Lufthansa für eine enge Zusammenarbeit mit Turkish Airlines sorgen für Irritationen. Die türkische Linie weist die deutsche Darstellung von "fortgeschrittenen Gesprächen" zurück.
Lufthansa-Maschine in Berlin (Archiv): "In sehr fortgeschrittenen Gesprächen"
Lufthansa-Maschine in Berlin (Archiv): "In sehr fortgeschrittenen Gesprächen"

Lufthansa-Maschine in Berlin (Archiv): "In sehr fortgeschrittenen Gesprächen"

Foto: STAFF/ REUTERS
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Istanbul/Frankfurt am Main - Turkish Airlines dementiert, eine engere Kooperation mit der Lufthansa anzustreben. Die Lufthansa aber bleibt hartnäckig. So plant die größte deutsche Fluggesellschaft offenbar, mit Turkish Airlines den gemeinsam betriebenen Ferienflieger Sun Express zur Basis für eine weitere Partnerschaft zu machen, und spielt derzeit Pläne für eine neue Billigmarke auf Langstreckenflügen durch. "Turkish Airlines ist ein potenzieller Partner, und wir sind in sehr fortgeschrittenen Gesprächen", hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Vorstellung der neuen Strategie der Airline gesagt.

Am Donnerstag enthüllte der Konzern weitere Details. "Die Aussagen von Herrn Spohr beziehen sich auf Gespräche, Sun Express in eine mögliche Langstrecken-Plattform einzubringen", sagte eine Lufthansa-Sprecherin.

Ausgelöst wurde die Erklärung der Lufthansa   durch Aussagen von Turkish Airlines: Die türkische Fluggesellschaften hatte erklärt, dass es keine Projekte hinsichtlich Langstreckenflügen zwischen Turkish Airlines und der Lufthansa gebe. Die Lufthansa-Aktie verlor bis zum Mittag mehr als vier Prozent an der Börse.

Gewerkschaften offen für Gespräche über Billigflieger

Unterdessen stoßen die Pläne des Konzerns zur Ausweitung seines Billigfliegerangebots bei den Gewerkschaften nicht grundsätzlich auf Ablehnung. Es sei vernünftig, die Kernmarke Lufthansa aufzuwerten und auf eine Zweitmarkenstrategie zu setzen, wenn dabei prekäre Arbeitsverhältnisse vermieden werden, sagte der Chef der Kabinengewerkschaft UFO, Nicoley Baublies, am Donnerstag. Es sei allerdings unabdingbar, dass die Kabinencrews in Deutschland oder den anderen Heimatmärkten des Konzerns stationiert werden und dortigem Tarifrecht unterliegen.

Die Vereinigung Cockpit will sich die Pläne des Managements vor einer Bewertung erläutern lassen, sagte ein Sprecher. Ver.di begrüßte, dass es bei der Lufthansa nicht mehr ausschließlich um Kostensenkungen gehe. Vom Wachstum müssten aber alle Konzernbereiche profitieren können.

yes/Reuters/dpa