Lufthansa verärgert über Airbus A320neo - DER SPIEGEL
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Neue Flugzeuge Lufthansa verärgert über Airbus A320neo

Lufthansa hat bei Airbus Dutzende Flugzeuge des Typs A320neo bestellt. Geliefert wurden aber nur 13 Stück - und mit denen gibt es nach SPIEGEL-Informationen dauernd Probleme.
Airbus A320neo (Archivbild)
Airbus A320neo (Archivbild)

Airbus A320neo (Archivbild)

Foto: REGIS DUVIGNAU/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zwischen dem Flugzeugbauer Airbus und der Lufthansa als Erstkunde ist nach SPIEGEL-Informationen ein heftiger Streit über technische Probleme des A320neo entbrannt. Konzern-Chefstratege Detlef Kayser beklagt unter anderem ungewöhnliche Vibrationen der Triebwerke. Deren Ursache sei "nach wie vor unklar", sagt er. Deshalb rechne der Konzern nicht mit einer schnellen Lösung. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL .)

Der Triebwerkhersteller, die US-Firma Pratt & Whitney, sieht das anders und relativiert die Vorwürfe. Das Problem der Vibrationen betreffe nur rund zwei Prozent der Flugzeuge, argumentiert er. Nun arbeite man zusammen mit den betroffenen Kunden an einer Lösung.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr und seine Kollegen sind trotzdem verärgert. Immerhin entstehen dem Unternehmen durch die mangelhaften Aggregate nach eigenen Aussagen erhebliche Zusatzkosten. In Frankfurt und München, wo die Pannenflieger am häufigsten auftauchen, wurden bei der Technik-Tochter eigens zusätzliche Mechaniker eingestellt.

Richtig schwierig wird es, wenn ein Neo-Jet an einer Außenstation ausfällt. Dann müssen oft Spezialisten aus Frankfurt anreisen, weil das Personal vor Ort mit der Reparatur überfordert ist. "Der finanzielle Schaden ist insbesondere durch die vielen Ausfälle und Standzeiten erheblich, weil unsere operative Stabilität stark darunter leidet", schimpft Kayser. Er werde "auch durch die Strafzahlungen nicht voll ausgeglichen, die Airbus uns erstatten muss".

did/mum

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