Metro streicht mit Sparprogramm 900 Jobs - DER SPIEGEL
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Sparprogramm Metro streicht 900 Stellen

Der Handelskonzern Metro muss sparen und möchte in den kommenden drei Jahren weltweit rund 900 Stellen abbauen. Betroffen sind Jobs in der Verwaltung und bei Tochterfirmen. Betriebsbedingte Kündigungen will das Unternehmen vermeiden.
Metro-Schild in Berlin: Sparkurs kostet Arbeitsplätze
Metro-Schild in Berlin: Sparkurs kostet Arbeitsplätze

Metro-Schild in Berlin: Sparkurs kostet Arbeitsplätze

Foto: dapd
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Düsseldorf - Die schlechten Geschäfte bei Metro schlagen nun auch auf die Beschäftigten durch. Der Handelskonzern legt ein Sparprogramm auf und will bis spätestens 2015 weltweit rund 900 Stellen streichen. Wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag sagte, sind Jobs in der Verwaltung der Metro AG und bei den Tochtergesellschaften Metro Properties (Immobilien), Metro Systems (IT) und Metro Logistics (Logistik) betroffen.

Derzeit beschäftigt der Handelskonzern in diesen Bereichen 11.000 Mitarbeiter. Mit dem geplanten Stellenabbau fiele jeder elfte Job weg. Betriebsbedingte Kündigungen wolle der Konzern so gut es geht vermeiden, hieß es.

Am Standort Düsseldorf stehen rund 200 der 3000 Verwaltungsjobs auf der Kippe. Der Stellenabbau soll über das Nichtbesetzen frei werdender Stellen sowie das Streichen vakanter Posten erfolgen.

Metro-Chef Olaf Koch hatte im Mai angekündigt, 100 Millionen Euro einsparen zu wollen. Erst Anfang Juli hatte Metro mitgeteilt, in der Düsseldorfer Zentrale der deutschen Großhandelstochter Cash & Carry von 1000 rund 280 Stellen streichen zu wollen. Dieser Abbau ist aber nicht Bestandteil des 100-Millionen-Sparprogramms. Insgesamt beschäftigt die Metro-Gruppe weltweit etwa 280.000 Menschen.

Metro   hatte zuletzt schlechtere Zahlen gemeldet und diese mit der Zurückhaltung der Verbraucher in einigen europäischen Ländern angesichts der Schuldenkrise begründet.

Nicht nur bei Metro, auch in anderen Handelsunternehmen fallen viele Stellen weg. So will Karstadt bis 2014 rund 2000 Arbeitsplätze streichen. Beim Versandhändler Neckermann.de stehen 1380 Jobs auf dem Spiel. Den größten Jobverlust in der Handelsbranche brachte die Schlecker-Pleite mit sich. Dadurch verloren 25.000 Menschen ihren Arbeitsplatz.

mmq/dpa/dapd

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