Trotz Trump-Drohung Mexiko steigert Autoexporte kräftig
Grenze zwischen Mexiko und den USA
Foto: Gregory Bull/ APDie mexikanischen Autoexporte und die Produktion sind im Dezember und im Gesamtjahr 2016 deutlich gestiegen. Das teilte der nationale Automobilverband Amia mit.
Nach Einschätzung von Experten dürfte sich die Situation nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten aber ändern. Denn hohe Importzölle auf Autos aus Mexiko stehen im Raum. Trump will die Hersteller zwingen, Fahrzeuge für den US-Markt im Land zu produzieren.
Nach den Zahlen des Autoverbands stieg die Autoproduktion im Dezember um 8,8 Prozent auf 242.495 Fahrzeuge. Die Ausfuhren stiegen um 4,8 Prozent auf 216.645 Stück. Im Gesamtjahr legte die Fertigung um zwei Prozent auf 3,46 Millionen Wagen zu. 2,77 Millionen davon gingen in den Export, ein Plus von 0,3 Prozent. Die Ausfuhren in die USA, die mehr als drei Viertel aller Exporte ausmachen, stiegen um 9,6 Prozent im Dezember und um 7,1 Prozent im Gesamtjahr.
Auf der Automesse in Detroit gab Toyota gerade bekannt, in den nächsten fünf Jahren zusammen rund zehn Milliarden Dollar in den USA investieren zu wollen. Trump hatte Toyota mit Strafzöllen gedroht, sollten die Japaner in Mexiko Corollas für die USA produzieren lassen. Auch Fiat Chrysler kündigte an, eine Milliarde Dollar in zwei Autowerke im Mittleren Westen der USA zu stecken. Zudem sollten 2000 Jobs geschaffen werden.