Mutterschutz: Siemens Energy führt weltweit deutschen Standard ein - DER SPIEGEL
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14 Wochen bezahlte Freistellung Siemens Energy führt weltweit Mutterschutz nach deutschem Standard ein

3,5 Monate bezahlte Auszeit bei der Geburt eines Kindes – in vielen Ländern nicht selbstverständlich. Das ändert Siemens Energy für seine Beschäftigten nun. Für Partner gibt es zwei Wochen Urlaub extra.
Siemens-Energy-Standort in Erlangen
Siemens-Energy-Standort in Erlangen

Siemens-Energy-Standort in Erlangen

Foto: Dwi Anoraganingrum / Panama Pictures / IMAGO

Siemens Energy hat angekündigt, seinen Beschäftigten bei bestimmten Lebensereignissen weltweit zusätzlich bezahlten Urlaub zu gewähren. Das gelte, wenn es in dem betreffenden Land keine vergleichbaren gesetzlichen Regelungen gebe, teilte der Konzern mit. Unter anderem soll es bei Geburten, Trauerfällen oder bei Pflege von Familienangehörigen Sonderurlaub geben.

Konkret bietet Siemens Energy künftig 14 Wochen bezahlte Freistellung bei der Geburt oder Adoption eines Kindes für einen der Sorgeberechtigten. Für Beschäftigte in Deutschland und der EU dürfte sich dadurch nichts ändern, da hier bereits Schutzzeiten über mindestens diesen Zeitraum vorgeschrieben sind.

Neu ist allerdings, dass auch der zweite Sorgeberechtigte zwei Wochen bezahlten Urlaub erhalten soll. Ein entsprechendes Vorhaben findet sich auch im Koalitionsvertrag der Ampelparteien, Familienministerin Lisa Paus (Grüne) hatte es wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen verschoben, aber die Umsetzung für dieses Jahr angekündigt. Häufig ist in diesem Zusammenhang von einer Väterzeit die Rede, weil es meistens den Vätern zugutekäme. Der Softwarekonzern SAP hatte im vergangenen Herbst eine sechswöchige bezahlte Auszeit für Partner nach einer Geburt angekündigt – das Versprechen jedoch Ende März wieder einkassiert.

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Siemens Energy will künftig bis zu fünf freie bezahlte Arbeitstage beim Todesfall von Partnern oder Kindern und drei freie Arbeitstage beim Tod eines Elternteils gewähren. Für Beschäftigte, die Familienangehörige pflegen, gibt es fünf zusätzliche Urlaubstage im Jahr.

Von der Regelung werden vor allem Beschäftigte in den Ländern profitieren, in denen es – anders als in Deutschland oder der EU – keine entsprechend weitreichenden gesetzlichen Standards gibt. Dem Konzern zufolge betreffe das bei der Freistellung zur Geburt 40 von 90 Länder, in denen Siemens Energy vertreten sei, darunter die USA und Brasilien. Bei den freien Tagen im Trauer- oder Pflegefall treffe das sogar auf 50 Staaten zu, darunter Großbritannien.

Die Regelung soll demnach bis September 2025 im gesamten Konzern umgesetzt werden, den Anfang machen Staaten in Mittel- und Südamerika sowie im Nahen Osten.

fdi

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